Tübingen/Reutlingen · IHK-Studie

40 000 Beschäftigte in der Branche

Im Kreis Tübingen kommt auf 113 Einwohner ein Arzt – damit steht der Kreis weit besser da als das Land im Schnitt.

22.08.2019

Von ST

Die Region Neckar-Alb mit den drei Landkreisen Tübingen, Reutlingen und Zollernalb hat eine gute Dichte an Ärzten vorzuweisen. Nach einer Studie der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen kommt eine Ärztin oder ein Arzt auf 204 Einwohner – der Landesschnitt liegt bei 230 Einwohnern/Arzt. Der Kreis Tübingen schneidet besonders gut ab: Hier liegt das Verhältnis bei 113 zu 1.

In der Versorgung der Apotheken kommt ein Haus in der Region auf 4500 Einwohner. Nach IHK-Angaben waren es im Jahr 2000 noch 4000 Bürger pro Apotheke. „Einerseits gibt es einen Bevölkerungsanstieg, andererseits ist die Zahl der Apotheken in der Region zurückgegangen“, wird IHK-Branchenexpertin Antonia Hettinger bezüglich der Gründe zitiert.

Insgesamt, so Hettinger, boomt die Gesundheitswirtschaft in der Region. Dazu zählen etwa Krankenhäuser, Reha- und Vorsorgeeinrichtungen, Arztpraxen und Pflegeheime, Apotheken, Hersteller und Händler medizinischer Produkte und Geräte sowie freiberufliche Tätigkeiten wie Gesundheitsberatung oder Physiotherapie. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtbeschäftigung hat zwischen 2014 und 2018 um 15 Prozent in der Region Neckar-Alb zugenommen.

Aktuell sind in der Branche rund 40 000 Menschen beschäftigt, fast 17 000 davon in Krankenhäusern, Reha- und Vorsorgeeinrichtungen. „Die Nachfrage steigt, und das liegt am demografischen Wandel und der älter werdenden Bevölkerung sowie einem steigenden Gesundheitsbewusstsein“, so Hettinger.

Bei einer Umfrage unter den Betrieben zeigte sich der Landkreis Tübingen zufrieden mit der medizinischen Versorgung, der Zollernalbkreis dagegen weniger.

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Erstellt:
22.08.2019, 01:00 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 22.08.2019, 01:00 Uhr

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