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Diözese

45 Millionen Euro mehr eingenommen

Familien, Flüchtlinge, Schulen und Studierende sollen von überraschend hohen Kirchsteuerzuwachs profitieren.

24.11.2016
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Der Diözesanrat entscheidet am Montag und Dienstag in öffentlicher Sitzung im Kloster Reute über die Verteilung der Kirchensteuer und über die Diözesanhaushalte für die Jahre 2017 und 2018. Außerdem stellt er die Jahresrechnung 2015 fest, bei der mit einem Jahresüberschuss von rund 45 Millionen Euro zu rechnen ist.

Wie die Diözese mitteilt, fielen voriges Jahr die Kirchensteuereinnahmen der Diözese Rottenburg-Stuttgart um fast 14 Prozent höher aus als erwartet. 529,5 Millionen Euro standen der Diözese mit ihren gut 1000 Kirchengemeinden zur Verfügung. Im laufenden Jahr 2016 rechnet die Diözese mit einem Plus von rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die folgenden Jahre gehen Finanzausschuss und Bischöfliches Ordinariat von einem weiteren moderateren Wachstum aus.

Das Rechnungsjahr 2015 wird der Diözesanhaushalt bei einem Gesamtvolumen von 415 Millionen Euro, davon 250 Millionen Euro Kirchensteuer, voraussichtlich mit einem Überschuss von 45 Millionen Euro abschließen. Folgt der Diözesanrat dem Vorschlag des Finanzausschusses und des Bischöflichen Ordinariats, profitieren Familien, Flüchtlinge, katholische Schulen und ein Studierendenwohnheim davon. Außerdem sieht der Vorschlag einen Beitrag zur Absicherung der Altersversorgung der karitativen Mitarbeiter vor.

Dass die Diözese im vergangenen Jahr so viel mehr Geld einnahm, liegt nach Aussage des Haushaltsreferenten, Finanzdirektor Dietmar Krauß, an den unerwartet hohen Kirchensteuereinnahmen. Eine Ursache dafür sei, dass die Diözese Rottenburg-Stuttgart bei der Kirchensteuerbereinigung zwischen den Diözesen, dem so genannten Clearing, weniger abführen musste als erwartet. Diese Bereinigung erfolgt, weil die Kirchensteuer über die Arbeitgeber erhoben wird, aber jener Diözese zusteht, in der der Arbeitnehmer seinen Wohnsitz hat. Zudem habe das Bischöfliche Ordinariat sparsam gewirtschaftet und 11,9 Millionen Euro eingespart, heißt es in der Pressemitteilung.

Im Bistum Rottenburg-Stuttgart nimmt der Diözesanrat die Kirchensteuervertretung wahr. Rund 100 ehrenamtliche Delegierte aus der ganzen Diözese haben gemeinsam mit dem Bischof und dem Generalvikar die Haushaltshoheit.

Die Kompetenzen des Diözesanrats

Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart ist das oberste gewählte Priester- und Laiengremium der Diözese. Als Pastoralrat berät er den Bischof in Angelegenheiten des kirchlichen Lebens.

Als Katholikenrat vertritt er die Katholik/innen. Als Kirchensteuervertretung entscheidet er über Höhe und Verwendung der Kirchensteuer und beschließt den Haushalt der Diözese. Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart bestimmt als Kirchensteuervertretung die Höhe des Kirchensteuersatzes, beschließt den Haushalt, stellt die

Jahresrechnung fest und beschließt die Zuweisung von Kirchensteuer an die Kirchengemeinden.

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24.11.2016, 01:00 Uhr

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