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Junge Weltverbesserer

480 Schülerinnen und Schüler bildeten eine Menschenkette

Mit einer Menschenkette vom Dom bis zur evangelischen Kirche eröffneten Schüler/innen der Schule St. Klara gestern ihre Projektwoche unter dem Motto „Werde WeltFairÄnderer!“.

21.07.2015

Von Andreas Straub

Rottenburg. „Was isch denn do los?“, fragten sich viele Passanten gestern Vormittag um kurz nach elf Uhr in der Rottenburger Innenstadt. Insgesamt 480 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 11 bildeten eine Menschenkette vom Dom bis zur evangelischen Kirche auf der Ehinger Neckarseite – den Organisatoren zufolge „ein Zeichen der ökumenischen Verbundenheit“.

„Wir tauchen einfach auf und sind da“, erklärte Paul Reichart, Religionspädagoge an der Hohenbergschule und an der St. Klara. „Wir wollen zeigen, wie die Worte Gottes die Welt positiv verändert haben“. In der deutlichen Mehrzahl waren es Schülerinnen, die einzelne Buchstaben und Silben auf recyceltem DIN-A-4-Papier hochhielten. Schritt man sie die Stadt hinunter ab, ergaben sie Bibelworte wie „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat“ oder „Suche der Stadt Bestes“.

„Das Seelsorgteam hat diese Aktion initiiert“, erklärte die Abteilungsleiterin des Progymnasiums Elisabeth Schröder-Kappus. Ziel sei, die Worte Gottes kreativ unter die Menschen zu bringen. Die meisten Schülerinnen nahmen das Projekt ernst und riefen Passanten ihre kirchlichen Weltveränderungs-Sprüche sogar zu. Doch auch die RTL-Realität fehlte nicht in der Menschenkette: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“, war vereinzelt zu vernehmen.

Parallel zum Unterricht finden in dieser Woche für Schülerinnen und Schüler von St. Klara Workshops in Zelten auf dem Schulhof statt. Das Thema „fair sein“ wird mit unkonventionellen Methoden und an ungewöhnlichen Orten näher gebracht.

„Das Projekt möchte junge Menschen darauf aufmerksam machen, dass die Ressourcen der Erde nicht unerschöpflich sind“, sagte Dominik Hillebrand. Er ist Fachreferent für Jugendarbeit und Schule beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Mit globalem Denken und lokalem Handeln könne jeder dazu beitragen, die Welt ein wenig besser zu machen.

Neben „Upcycling“-Workshops gibt es beispielsweise auch ein „FairCafé“, in dem fair gehandelter Kaffee angeboten wird. Dort können die Gäste selbst entscheiden, welchen Betrag sie für eine Tasse bezahlen möchten. Am Donnerstagnachmittag ab 16 Uhr gibt es ein Podiumgespräch unter anderem mit OB Stepahn Neher zum Thema „Migration“.

„Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“: Seitenverkehrter Ausschnitt des Silben-Laufbandes, welches Schüler/innen von St. Klara gestern bei einer Menschenkette quer durch die Stadt hochhielten. Bild: Straub

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Erstellt:
21. Juli 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Juli 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2015, 12:00 Uhr

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