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Stimmgewaltiges Musikfest

5. Gala dell’Opera im ausverkauften Schlosshof in Glatt voller Klangfarben

Die 5. Gala dell‘Opera im Hof des Wasserschlosses Glatt bot bei hervorragenden Wetterbedingungen am Samstag Abend wieder Musikgenuss und Klangzauber reinster Güte. Und das vor einem großen Publikumsrahmen, in ausverkaufter Schlosshofanlage.

09.07.2012
  • Kerstin Döhrer

Glatt. Nach einer schwungvoll-mitreißenden Carmen-Ouvertüre faszinierte zunächst der Kinder- und Jugendchor Bildechingen (künstlerische Leitung Peter Straub) mit dem Chorpart „Avec la garde montante“ aus dem 1. Akt der Oper „Carmen“.

Überraschend präzise bildete der junge Chor eine Einheit mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, geleitet von Sven Gnass. Bei der darauf folgenden Carmen-Habanera verschmolz Anne Möller, Mezzosopran-Solistin am Nationaltheater Mannheim, zu einer elastischen Einheit mit dem 50-köpfigen Sinfonieorchester.

Natalia Farhi, Sopranistin aus Berlin, brillierte gefühl- und kraftvoll in der großen Koloratur-Arie „Ah je veux vivre“ der Julia aus der Oper „Romeo und Julia“. Die Lustspielouvertüre „Ein Morgen, ein Mittag und ein Abend in Wien“ von Franz von Suppé erklang unter dem Dirigat von Sven Gnass, dem künstlerischen Leiter des Abends, virtuos und schwungvoll.

Ein weiterer Solist am Nationaltheater Mannheim, Bariton Lars Möller, erwies sich als stimmgewaltiger Glücksgriff für die 5. Gala dell’Opera Wasserschloss Glatt. In einer selten zu erlebenden Virtuosität und zugleich die Komik des Barbier von Sevilla darstellend, vermochte er die Konzertbesucher mit der Arie „Largo al factotum“ zu verzaubern.

Ein sehr selten auf den Programmplänen stehendes Werk folgte: Aus Franz Lehárs „Schön ist die Welt“ erklangen neben dem kraftvoll-gewaltigen Orchestervorspiel auch der aparte englische Walzer sowie das Entrée-Lied „Schön ist die Welt“ mit dem Tenor des Abends, Michael Pflumm. Wenige Tage zuvor hatte er ein Engagement an der komischen Oper Berlin. Er ist der hiesigen Gegend aber sehr verbunden, stammt er doch ursprünglich aus Hechingen und war auch schon bei der Freischütz-Produktion im Wasserschloss Glatt in der Heldentenor-Partie des Max zu erleben.

5. Gala dell’Opera im ausverkauften Schlosshof in Glatt voller Klangfarben
Wiederum einen schönen, eindrucksvollen Rahmen bot der Schlosshof des Wasserschloss Glatt bei der 5. Gala dell‘Opera mit Bühne, Orchester, Solisten.Bild: Kuball

Das erste Duett des Abends „Wer hat Liebe uns ins Herz gesenkt“ von Franz Lehár war der krönende Abschluss einer ersten Konzerthälfte, nach der die 800 Konzertbesucher sich vom Kultur- und Museumsverein Wasserschloss Glatt mit Canapées und Sekt weiter verwöhnen ließen.

Nach der Pause begeisterte bei lauem Sommerabendwetter die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz mit einer farbenprächtig-zarten und wunderschönen Melodienführung sowie strahlenden Blechbläserklängen bei der Ouvertüre zu „Vespri Siciliani“ souverän dirigiert von Sven Gnass. Das Duett „O Mimì, tu più non torni“ aus dem 4. Akt von „La Bohème“ der beiden Freunde Rodolfo (Michael Pflumm) und Marcello (Lars Möller) brachte die Leidenschaft und Tragik einer tiefen Beziehung zum Ausdruck. Nach dem ruhigen und fast schon intimen Così fan tutte-Terzett „Soave sia il vento“ überzeugten Anne Möller und Michael Pflumm mit dem berühmten Liebesduett aus „Samson und Dalila“ von Camille Saint-Saens. In einem Wechselbad aus gewaltigen und gleichzeitig zartesten Klangfarben gelang der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz die Ouvertüre zur Verdi-Oper Macbeth. Es gerann zum breiten Farbspektrum mit großer Dynamik durch die präzise Führung von Sven Gnass.

Der neu gegründete Projektchor Wasserschloss Glatt gab sein Debut mit „Duca Duca“ aus dem 2. Akt der Verdi-Oper Rigoletto. Im letzten Stück des Abends, ebenfalls aus „Rigoletto“ – „Un di, se ben …“ – beeindruckten noch einmal mehr alle vier Solisten stimmgewaltig mit ihrem Können. Mit den für eine Operngala obligatorischen Zugaben begeisterten die Solisten und die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz einmal mehr mit „O sole mio“ sowie dem berühmten Lied von Rudolf Sieczynski „Wien, du Stadt meiner Träume“.

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09.07.2012, 12:00 Uhr

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