Keine Verletzten

500.000 Euro Schaden bei Brand auf Hof in Altheim

Am späten Montagabend wurden die Einsatzkräfte nach Altheim gerufen. Dort brannten zwei Hallen eines landwirtschaftlichen Betriebes.

25.06.2024

Von Moritz Hagemann

Als die ersten Feuerwehrleute auf dem Gelände eintrafen, stand ein Gebäude bereits im Vollbrand. Es war nicht mehr zu retten. Bild: Feuerwehr

Als die ersten Feuerwehrleute auf dem Gelände eintrafen, stand ein Gebäude bereits im Vollbrand. Es war nicht mehr zu retten. Bild: Feuerwehr

Noch liegt ein Brandgeruch in der Luft auf dem Anwesen direkt neben dem Altheimer Recycling-Center. Die Feuerwehr-Abteilung Grünmettstetten rollt Schläuche ein, die wichtigsten Arbeiten nach dem Brand am späten Montagabend sind am Morgen danach getan. Auf einem seiner Höfe steht auch Gerhard Faßnacht, der gerade mit einem Versicherungsvertreter und einem Feuerwehrmann spricht. „Wahrscheinlich war’s ein technischer Defekt“, sagt Faßnacht, zugleich Vorsitzender des regionalen Bauernverbands, kurz danach der NECKAR-CHRONIK.

Gegen 21.45 Uhr brach das Feuer am Montagabend auf dem Hof in der Straße Untere Wiesen in Altheim aus. Er sei wenig später noch vor der Feuerwehr vor Ort gewesen, berichtet Faßnacht. Eine Lagerhalle, in der Hackschnitzel untergebracht waren, ist vollständig abgebrannt. Die rußschwarzen Holzlatten liegen herum. Ein weiteres Gebäude wurde durch das Feuer stark beschädigt, darin befand sich eine Trocknungsanlage, die zur Nutzung der Abwärme der Biogasanlage diente.

Die Polizei beziffert den Schaden auf „mindestens 500.000 Euro“. „Mindestens“, sagt auch Faßnacht. „Könnten auch 600.000 sein.“ Die Anlage sei drei, vier Jahre alt gewesen, die Lagerhalle vielleicht vor sechs, sieben Jahren errichtet worden, erzählt der 59-jährige Horber Stadtrat. Verletzte gab es nicht – weder Mensch noch Tier. „Es war gar niemand auf dem Hof“, sagt Faßnacht, der am Morgen ruhig und aufgeräumt wirkt: „Ich bin in Krisensituationen eher beständig.“ Obwohl es auch für ihn eine lange Nacht war: Bis 5 Uhr sei er auf dem Hof geblieben, um dreiviertel 7 wieder da gewesen.

Gut zwei Stunden später begann die Feuerwehr, sich gerade von dem Hof zurückzuziehen, der unten an der Steinach gelegen ist. Nachdem das Feuer gelöscht war, hatte die Abteilung Altheim die Nachtwache übernommen und wurde gegen 5 Uhr von den Einsatzkräften aus Grünmettstetten abgelöst.

Die Feuerwehr konnte zuvor, „mit großem Kräfteeinsatz eine Ausbreitung und ein Übergreifen auf weitere Gebäude und Einrichtungen verhindern, das im vollen Brand stehende Objekt war nicht mehr zu retten und musste aufgegeben werden“, berichtet die Horber Wehr in einer Pressemitteilung. Nur wenige Meter neben der Brandstelle steht eine weitere Halle, in der teures Gerät und landwirtschaftliche Fahrzeuge stehen. Die Trocknungsanlage sei unter Atemschutz leergeräumt worden, das Material habe die Feuerwehr im Freien abgelöscht und die gesamte Anlage auf Glutnester kontrolliert.

„Da die Einsatzstelle am Ortsrand liegt, wurde eine zusätzliche Wasserversorgung über Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen eingerichtet“, berichtet die Feuerwehr weiter. Die Rauchentwicklung sei so stark gewesen, dass eine Warnung an die Anwohnerinnen und Anwohner über das Modulare Warnsystem (Mowas) sowie den Verkehrsfunk ausgesprochen wurde.

Nach Angaben der Feuerwehr zogen sich die Nachlösch- und Aufräumarbeiten noch bis 11 Uhr am Dienstag hin.

Zu Spitzenzeiten war die Feuerwehr mit 20 Fahrzeugen und rund 85 Einsatzkräften im Einsatz. Da das Gebäude am Ortsrand liegt , musste eine zusätzliche Wasserversorgung über Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen eingerichtet werden. Bild: Feuerwehr

Zu Spitzenzeiten war die Feuerwehr mit 20 Fahrzeugen und rund 85 Einsatzkräften im Einsatz. Da das Gebäude am Ortsrand liegt , musste eine zusätzliche Wasserversorgung über Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen eingerichtet werden. Bild: Feuerwehr

Die Lagerhalle, in der Hackschnitzel untergebracht waren, ist vollständig abgebrannt, die rußschwarzen Holzlatten liegen am Morgen überall herum. Bild: Moritz Hagemann

Die Lagerhalle, in der Hackschnitzel untergebracht waren, ist vollständig abgebrannt, die rußschwarzen Holzlatten liegen am Morgen überall herum. Bild: Moritz Hagemann

Die Abteilung Grünmettstetten übernahm die Brandwache, am Morgen liefen noch die Aufräumarbeiten. Bild: Moritz Hagemann

Die Abteilung Grünmettstetten übernahm die Brandwache, am Morgen liefen noch die Aufräumarbeiten. Bild: Moritz Hagemann

Großaufgebot vor Ort

Zu Spitzenzeiten war die Feuerwehr nach eigenen Angaben mit 20 Fahrzeugen und etwa 85 Einsatzkräften vor Ort. Im Einsatz waren die Abteilungen Altheim, Grünmettstetten, Horb-Stadt, Dettingen, der Einsatzleiter vom Dienst, die Führungsgruppe Horb, Empfingen, Eutingen sowie die Feuerwehr Freudenstadt. Unter anderem war auch das THW Horb mit einem Fachberater für Bau und Statik dabei – und dazu der Rettungsdienst, die Polizei und der DRK-Ortsverein Altheim.

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Erstellt:
25.06.2024, 08:04 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 34sec
zuletzt aktualisiert: 25.06.2024, 08:04 Uhr

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