Konvoi

600 Motorräder beschallten Empfingen

Fast zehn Minuten dauerte es, bis die Mitglieder des Outlaws MC die Gemeinde der Länge nach durchquert hatten.

24.05.2022

Von Gerhard Rebmann

Ein kleiner Teil der rund 600 Motorradfahrer, die am Samstag durch die Horber und die Haigerlocher Straße fuhren. Bild: Gerhard Rebmann

Ein kleiner Teil der rund 600 Motorradfahrer, die am Samstag durch die Horber und die Haigerlocher Straße fuhren. Bild: Gerhard Rebmann

Diejenigen, die am Samstagnachmittag gegen halb vier in der Horber oder in der Haigerlocher Straße unterwegs waren, rieben sich verwundert die Augen – fast zehn Minuten dauerte es, bis etwa 600 Bikerinnen und Biker mit ihren Motorrädern diese Hauptstraßen passiert hatten und Richtung Autobahn weitergefahren waren. Zuvor hatten die Mitglieder des „Outlaw MC“ im Nordstetter Ruhewald das Grab eines verunglückten Motorradfreundes besucht.

„Outlaw“ bedeutet in etwa „Gesetzloser“ oder „Ausgestoßener“. Der „Outlaws MC“ ist weltweit einer der größten und ältesten MCs. Er zählt zusammen mit den Hells Angels, dem Bandidos MC und dem Pagan MC zu den „Big Four“, den großen Vier, der Outlaw Motorcycle Gangs in den Vereinigten Staaten.

In Deutschland besteht die Vereinigung seit 2001. Weltweit gibt es über 280 Ortsgruppen, so genannte „Chapter“, 37 davon in Deutschland. Europaweit zählt der Outlaws MC etwa 2000 Mitglieder.

Treffpunkt war am vergangenen Samstag der Empfinger Festplatz. Hier starteten die Outlaws ihren „Memory Run“ nach Nordstetten. Nach dem Besuch im Ruhewald führte die Route wieder zurück zur Empfinger Autobahnauffahrt und weiter auf ein Privatgelände bei Schwenningen, wo eine große Party geplant war.

Laut Auskunft der Polizei in Horb, die die Ausfahrt mit einem Beamten auf dem Motorrad begleitet hatte, melden die Verantwortlichen des MCs ihre Veranstaltungen stets rechtzeitig und korrekt an. Sie fallen lediglich durch ihre schweren Maschinen, die Lautstärke und ihre große Anzahl auf. So war es auch am Samstag: Nach etwa zehn Minuten war der außergewöhnliche Konvoi vorbei, und das Wummern entfernte sich auf der A81 in Richtung Süden.

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Erstellt:
24.05.2022, 18:06 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 24.05.2022, 18:06 Uhr

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