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Break-Beats und B-Boys

79 Tänzer bei der „Southside-Battle“ in der Panzerhalle

Tübingen zählt nicht unbedingt zu den Breakdance-Metropolen. Doch die „Southside-Battle“ zog am Samstag Szene-Größen aus den USA und aus Frankreich ins Französische Viertel.

23.07.2012
  • Madeleine Wegner

Southside Battle: Hier tanzte die Breakdance-Szene

© Wegner 03:29 min

Tübingen. „All die Kleinen können jetzt nach vorne kommen, denn jetzt wird’s heiß!“, kündigte der „Host“ des Abends Mr. Freakyloon die große Eröffnung der „Southside-Battle“ an (siehe „Kleines Wörterbuch“ rechts). Die Zuschauer – viele Jugendliche und Kinder, aber auch Erwachsene – drängten sich um die Tanzfläche in der Panzerhalle oder standen auf Podesten und Bänken. Im vergangenen Jahr hatte die „Southside-Battle“ rund 700 Besucher. Ganz so viele kamen wegen des verregneten und kalten Wetters am Samstag nicht. Doch von der Eröffnung am Spätnachmittag bis zum nächtlichen Finale gab es immer reichlich Publikum für die eindrucksvolle Show der 79 Tänzer. Der Kölner DJ Ice-C sorgte an den Plattentellern für die Beats.

79 Tänzer bei der „Southside-Battle“ in der Panzerhalle
Akrobatik, Ausdauer, Kraft und Rhythmusgefühl brauchten die Tänzer, um bei der Tübinger „Southside-Battle“ am Samstag erfolgreich zu sein. Einzeln und in der Gruppe traten die Tänzer beim Wettkampf gegeneinander an.

Zum vierten Mal hatte der Jugendgemeinderat, unterstützt vom Jugendkulturbüro, zu dem Wettbewerb aufgerufen. Mit 29 „Crews“ und 22 „B-Boys“ hatten sich deutlich mehr Tänzer als früher angemeldet. „In den letzten Jahren waren wir schon froh, wenn wir auf 16 gekommen sind – das zeigt jetzt, dass der Bedarf da ist und die Veranstaltung an Ruf gewonnen hat“, sagte Thomas Reichle vom Jugendkulturbüro.

Die „B-Boys“ kamen dabei nicht nur aus dem Südwesten, sondern auch aus Berlin, aus Frankreich oder Rumänien. Einen noch weiteren Weg hatte der „Judge“ Iron Monkey zurückgelegt: Die Szene-Größe war aus San Francisco, Kalifornien, angereist. Sein „Judge“-Kollege Faboo wohnt auch nicht gerade um die Ecke: Er kommt aus Paris. „B-Girl“ Bahar machte das dreiköpfige Team komplett. Mit ihr entschied zum ersten Mal eine Frau mit über den Sieger der „Southside-Battle“. Im vorletzten Jahr hatte sie selbst in Tübingen mitgetanzt – und einen ersten Platz gemacht.

Sowohl einzelne „B-Boys“ als auch „Crews“ mit je drei Tänzern traten gegeneinander an. Die „Judges“ entschieden über Handzeichen, wer weiter kommt. Es ging schon auf Mitternacht zu, als sich Incredible Syndicate (aus Geislingen) im Finale den Beat Nuggets (Osnabrück) geschlagen geben mussten. Im Solo-Finale setzte sich Flo (aus Rumänien) gegen Croc (Berlin) durch.

Bei einer Battle messen sich einzelne Tänzer, die B-Boys oder B-Girls, oder auch Gruppen von Tänzern, die Crews. Am Ende entscheiden die Judges über den Sieg. Der Host moderiert die Battle und sorgt mit seinen Ansagen ebenfalls für Unterhaltung. Grundlage für das Breakdancen bilden die Footworks, also die Schritte am Boden. Besonders beeindrucken die B-Boys und B-Girls mit akrobatischen Powermoves, die aber auch sehr viel Kraft und Ausdauer erfordern. Verharrt der Tänzer in einer möglichst beeindruckenden Pose, so ist das ein Freeze.

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23.07.2012, 12:00 Uhr

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