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Chancen schenken

90 kamen zur DKMS-Aktion des Jugendclubs

Rund 90 Freiwillige ließen sich gestern in Kusterdingen als Knochenmarkspender registrieren. Zu der Aktion hatte der Jugendclub „Milchhäusle“ aufgerufen.

25.06.2012

Kusterdingen. „Dass ein Jugendclub einfach so – ohne konkreten Patientenbezug – eine Aktion startet, ist außergewöhnlich. Das haben wir nicht so oft“, sagte Kathrin Metzler von der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in Tübingen. Häufiger gebe es Aktionen von Angehörigen und Freunden, die für einen bestimmten Erkrankten einen passenden Spender suchen.

Ziel der DKMS ist es, eines Tages für jeden Leukämie-Erkrankten einen Spender zu haben. Zur Zeit findet jeder fünfte Erkrankte keinen passenden Spender. Deshalb soll die Menge der Spender und damit die Vielfalt an Gewebemerkmalen in der Datei möglichst groß werden. „Für uns sind dabei die jungen Spender besonders wichtig“, sagte Metzler. Denn diese seien einerseits langfristig in der Datei. Andererseits gelinge die Spende besser, wenn der Knochenmarkspender gesund und fit ist, weil sich die notwendigen Zellen kräftiger vermehren. „Es klappt besser, wenn die Spender jünger sind“, so Metzler.

Besonders viele junge Leute kamen gestern ins evangelische Gemeindehaus in Kusterdingen, um sich in der DKMS registrieren zu lassen. Die Aktion „Gemeinsam gegen Leukämie – Kusterdingen schenkt Lebenschance“ hatte der Kusterdinger Jugendclub „Milchhäusle“ ins Leben gerufen.

Ein Team von über 20 Helfern aus dem Jugendclub waren gestern im Gemeindehaus, um zum Beispiel die Daten der Spender aufzunehmen, Kaffee und Kuchen an Gäste zu verkaufen oder nach der Blutabnahme an die Spender auszugeben. Die Kusterdinger Ärztin Christa Lehr war für Notfälle vor Ort, und ein Team von fünf Arzthelferinnen nahm den 90 potenziellen Spendern Blut ab.

Die Typisierung kostet pro Person 50 Euro. Bereits vor der gestrigen Aktion hatte der Jugendclub Spenden in Höhe von über 2000 Euro von Kusterdinger und Tübinger Firmen erhalten. Am Sonntag kamen 900 Euro an Spenden hinzu. Außerdem geht der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen an diesem Tag an die DKMS. Diese würde die Kosten im Notfall zwar übernehmen. Aber Felix Beicher vom Jugendclub betont: „Unser Ehrgeiz ist es, dass wir selbst alle Kosten decken.“ Deshalb will der Jugendclub weitere Firmen für seine Aktion gewinnen.

Die Jugendlichen verwalten ihren als gemeinnützig eingetragenen Verein selbst. Verantwortung übernehmen und sich engagieren: Dazu will der Club den Jugendlichen schon früh die Möglichkeiten bieten, so Beicher. „Außerdem wollen wir zeigen, dass wir nicht nur Veranstaltungen für uns organisieren, sondern auch solche, die für die Allgemeinheit und die Gesellschaft sinnvoll sind.“del

Info: Weitere Infos auf der Internet-Seite www.dkms.de.

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25.06.2012, 12:00 Uhr

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