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A Beautiful Mind

Keine wahre Geschichte, dafür ein Retro-Thriller für Fuffies-Nostalgiker.

Keine wahre Geschichte, dafür ein Retro-Thriller für Fuffies-Nostalgiker.

USA

Regie: Ron Howard
Mit: Russell Crowe, Ed Harris, Jennifer Connelly, Christopher Plummer

- ab 12 Jahren

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Film bewerten

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23.11.2015
  • Dorothee Hermann

Princeton 1947 ist, Efeu-umrankte Patina hin oder her, nicht wirklich idyllisch, wenn man sich linkisch-unbeholfen wie John Nash (Russell Crowe) zwischen seinen Forscherkollegen mit den geschmeidigen Umgangsformen herumdrückt. Auch seine mathematische Begabung muss er erst noch unter Beweis stellen. Erst kurz vor dem Rauswurf kann er mit seiner Spieltheorie punkten.

Ein Geheimauftrag des Pentagon bringt Nash zusätzliches Prestige und einigen Thrill in den Film. Die Kalte-Kriegs-Paranoia der fünfziger Jahre lässt grüßen. Das Batman-Erbe von Drehbuch-Autor Akiva Goldsman mag dafür verantwortlich sein. In abgeschirmten Labors werden feindliche Codes geknackt, man benutzt geheime Briefkästen, und nachtblaue Limousinen eignen sich bestens für eine Verfolgungsjagd. In Nashs Privatleben läuft es nicht so gut. Zwar heiratet er die schöne Alicia (Jennifer Connelly), driftet aber bald in die Schizophrenie ab.

Der Film lässt kaum einen der Schauwerte aus, den die zeittypische Psychiatrie der Elektroschocks zu bieten hatte. Keine gute Perpektive für das Mathe-Genie; von Medikamenten ruhig gestellt, kritzelt es nicht einmal mehr Formeln auf die Fensterscheiben. Doch Alicia steht ihrem John auch in dieser heiklen Lage bei. Im wirklichen Leben soll das nicht immer so gewesen sein.

Richtig Mühe gegeben hat sich Regisseur Ron Howard ("Apollo 13") mit der opulenten Ausstattung. Pastellfarbene, chromglitzernde Limousinen rauschen auf den Campus. Jennifer Connelly beschwört im minimalistischen Abendkleid den prüden Glamour der fünfziger Jahre herauf. Und wer wissen möchte, wie man sich in einem dunklen Anzug richtig bewegt, wird sich an CIA-Mann Parcher (Ed Harris) kaum sattsehen können.

Vor seinem bedeutungsschwer angekündigtenThema Genie und Wahnsinn drückt sich der Film. Ein Biopic ist er schon gar nicht. Worin Nashs Begabung liegen könnte, wird bloß angedeutet; dass der Nobelpreisträger schwul war, bleibt ganz ausgeblendet.

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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