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A Cure for Wellness

A Cure for Wellness

Psychothriller um einen jungen Mann, der dem finsteren Treiben in einem vorgeblichen Schönheitsinstitut auf die Schliche kommt.

A Cure for Wellness

USA 2017

Regie: Gore Verbinski
Mit: Dane DeHaan, Mia Goth, Jason Isaacs

146 Min.

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01.02.2017
  • eik

Siehe auch: Auf Burg Hohenzollern gedrehter Hollywoodfilm im Kino - A Cure for Wellness: Aale, Aale, überall Aale

Bei Hofe raunt man, Prinz Georg Friedrich habe der Hohenzollern-Horror „A Cure for Wellness“ durchaus gefallen – nur die letzten Minuten seien nicht ganz nach seinem Geschmack.

Der Prinz liegt richtig. Denn alles, was Regisseur Gore Verbinski und sein Team in rund zwei Stunden zuvor mühsam aufbauen – die morbide Dekadenzästhetik, die kalte, archaische Klinik-Welt, das Rätsel um die Grenzen von Realität und Wahn im Bewusstsein des Hauptcharakters Lockhart: All das fällt am Ende spannungslos in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Am Schluss einer mehr als stilvoll ausgestatteten Schauergeschichte holt Verbinski wie von Sinnen die Brüste von Mia Goth hervor, lässt Äxte fliegen und sorgt für Splatter-Effekte, die vermutlich noch billig im Fundus von „Fluch der Karibik“ übrig waren.

Sicher: Wirklich logisch war auch in den vorangehenden „A Cure for Wellness“-Minuten nicht alles. Trotz des manierlich besetzten Hauptdarsteller-Trios DeHaan-Isaacs-Goth schafft es das Drehbuch nie, die Motive der Figuren wirklich klar zu machen. Doch der Film lebt von Atmosphäre und der dunklen Frage, wie sich alles zusammenfügt.

Wenn sich am Ende jedoch ergibt, dass Zahn-OPs zum Wegschauen, Leichen zum Wegschauen, Hintern zum Wegschauen und nicht zuletzt Aale zum Wegschauen keinen anderen Zweck haben, als eben zum Wegschauen zu sein – dann hat Verbinski, auch Co-Autor des Buchs, ziemlich viel falsch gemacht. „A Cure for Wellness“ verspricht lange Zeit, einen tiefen Eindruck zu hinterlassen. Am Ende bleibt eine naive Frankenstein-Groteske mit Trash-Qualität.

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01.02.2017, 23:10 Uhr

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