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Hebu soll verkauft werden

Aber nur die Betreibergesellschaft / Dura Tufting GmbH will die Gebäude behalten

Nach Informationen der SÜDWEST PRESSE soll die Firma Hebu im Gewerbegebiet „Autobahnkreuz“ , einst der größte Arbeitgeber im Ort, an ein amerikanisches Unternehmen verkauft werden. Die Arbeitsplätze wären dann zumindest für ein Jahr sicher. Die Firma produziert Fußmatten und anderes „textiles Interieur“ für Autos.

18.11.2015
  • Reinhard Seidel

Empfingen. Geschäftsführer Dr. Christian Schäfer von der Dura Tufting GmbH in Fulda, der auch Chef von Hebu ist, teilte am Montagabend der SÜDWEST PRESSE mit, dass der Kauf beabsichtigt, aber noch nicht vollzogen worden sei. Deshalb dürfe er auch nicht den Namen des Käufers nennen. Schäfer geht aber davon aus, dass der Verkauf „zeitnah“ über die Bühne gehen werde.

Nach unseren Informationen hat es am Montag vor einer Woche eine Betriebsversammlung bei Hebu gegeben, wo dieser Verkauf der Betreibergesellschaft Hebu angekündigt worden ist. Die Dura Tufting soll Eigentümer der Verwaltungs- und Produktionsgebäude bleiben. Die Belegschaft wurde zudem darüber informiert, dass sie einen einjährigen Kündigungsschutz genießt. Dies ist bei einen Betriebsübergang im Bürgerlichen Gesetzbuch im Paragraph 613a geregelt.

Ein Blick zurück: Im Jahr 2007 kaufte die Fuldaer Dura-Gruppe den damals größten Arbeitgeber Empfingens, die Hebu KG mit 210 Mitarbeitern von der Gründerfamilie. Im März 2012 meldete Dura Tufting beim Amtsgericht Fulda für die Holding mit zwölf Tochterfirmen, darunter Hebu, Insolvenz an. Bis heute befindet sich die Dura Tufting GmbH mit ihrem Standort in Empfingen im „Insolvenzplanverfahren“, um das Unternehmen zu sanieren.

Im September 2013 befürchtete die Gewerkschaft einen massiven Stellenabbau bei Hebu, weil die Produktion von Fußmatten für den Stuttgarter Daimler-Konzern nach Ungarn ausgelagert werden sollte, und zwar zur Firma Racemark.

Wird Racemark USA der neue Hebu-Eigentümer?

Und diese Firma in Ungarn ist eine Tochter von Racemark International in Georgia, nach eigenen Angaben ein Weltmarktführer für automobiles Interieur. Nach unseren Informationen soll dieser Konzern im Süden der USA auch der Käufer sein. Der Sitz von Racemark in Europa liegt in der Schweiz.

Die SÜDWEST PRESSE hat zudem in Erfahrung gebracht, dass die Belegschaft dem Verkauf durchaus positiv gegenüber steht, denn die Zeit im Dura-Konzern habe dem Standort Empfingen nicht wirklich zum Segen gereicht.

Gewerkschaftssekretär Stefan Kirschbaum von der IG Metall in Freudenstadt wusste gestern nichts Näheres über den Verkauf. Er geht aber davon aus, dass die Arbeiter und Angestellten im neuen Arbeitgeber einen Hoffnungsträger sehen. Sie wollten, dass Ruhe einkehrt und sehnten sich nach Perspektiven und Standortsicherheit.

Empfingens Bürgermeister Albert Schindler hatte vor ein paar Tagen aus der Bevölkerung von dem geplanten Verkauf erfahren. Sollte Racemark tatsächlich der neue Eigentümer sein, dann hofft Schindler, dass der Konzern wirtschaftlich gesünder als die Dura Tufting GmbH ist, die sich wie gesagt noch im „Insolvenzplanverfahren“ befindet. „Ich hoffe“, so Schindler, „dass der Verkauf dann zur Sicherung der Arbeitsplätze in Empfingen beiträgt. Es kann ja nur besser werden.“

Aber nur die Betreibergesellschaft /  Dura Tufting GmbH will die Gebäude behalten

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18.11.2015, 12:00 Uhr

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