Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Abgeschoben, aber nicht ausgereist
Abschiebung: Polizei bringt Menschen in den Flieger. Foto: dpa
Asyl

Abgeschoben, aber nicht ausgereist

Die CDU fordert mehr Abschiebungen. Die Zahl für 2016 steigt zwar, aber viele Menschen sind noch ausreisepflichtig.

29.12.2016
  • DPA

Stuttgart. Aus Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr 3633 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben worden. Das waren nach Angaben des Innenministeriums 1184 mehr als 2015. Bei den Abschiebungen standen als Zielländer die Balkan-Staaten Kosovo, Albanien, Serbien und Mazedonien an der Spitze. Sie sind als sichere Herkunftsländer eingestuft. Allerdings dürfte die Zahl der abgelehnten, ausreisepflichtigen Asylbewerber nach wie vor hoch sein. Anfang November lag sie nach Angaben des Ministeriums bei rund 36 000.

Insgesamt kamen 2016 nach den letzten verfügbaren Zahlen bis Ende November rund 31 000 Flüchtlinge nach Baden-Württemberg. Im Vorjahr war die Zahl mit rund 98 000 etwa drei Mal so hoch. Die meisten Flüchtlinge kamen in diesem Jahr aus Syrien (7500), dem Irak (3800) und aus Afghanistan (3600). Dabei ist die Zahl neu ankommender Flüchtlinge im Jahresverlauf gesunken. Suchten im Januar 2016 noch 8600 Menschen im Südwesten Schutz, waren es im November rund 1600.

Über die Zahl der freiwilligen Ausreisen, die die grün-schwarze Landesregierung ebenfalls forcieren will, liegt noch kein Gesamtbild vor. Im ersten Halbjahr verließen 5747 Ausländer freiwillig den Südwesten oder ihr Antrag auf eine Förderung der Rückreise wurde bewilligt. Somit dürfte die Zahl der freiwilligen Ausreisen ebenfalls deutlich gestiegen sein.

Denn im ganzen Jahr 2015 wurden 6309 freiwillige Ausreisen gezählt. Sie werden allerdings nur dann statistisch erfasst, wenn staatliche Leistungen für die Ausreise in Anspruch genommen werden. Dafür gibt es diverse Förderprogramme.

„Zuzug weiter begrenzen“

Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, es sei immer klar gewesen, dass sich das Jahr 2015 mit den hohen Zuzugszahlen nicht wiederholen dürfe. „Das haben wir geschafft“, meinte er mit Blick auf die Zahlen 2016. „Wir müssen alles dafür tun, dass wir die Zahlen auf diesem niedrigen Niveau stabilisieren und den Zuzug weiter begrenzen.“ Dazu gehöre auch eine konsequente Anwendung von Recht und Gesetz bei der Rückführung. dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

29.12.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball