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„Abkommen
erhöht die Standards“
US-Botschafter in Deutschland: John B. Emerson. Foto: dpa
TTIP

„Abkommen erhöht die Standards“

Der US-Botschafter wirbt für das Freihandelsabkommen mit den USA. Und bekommt donnernden Applaus.

11.11.2016
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Ein flammender Appell für offene Märkte, für das Freihandelsabkommen TTIP und für die Stärkung der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen: US-Botschafter John B. Emerson traf gestern die Stimmungslage der rund 300 Unternehmer, Manager und Banker. Einen Tag nach der Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten wurden Emersons Worte mit fast stehenden Ovationen bedacht.

Die Sorgen sind beträchtlich. Das wurde auf der Konferenz der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer (AmCham) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) deutlich. BDI-Chef Ulrich Grillo appellierte an Trump, er solle schnell klarmachen, „dass sich die USA nicht von der Welt abwenden“.

Emerson verwies auf die große Bedeutung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen USA und Deutschland: „Es geht um 13 Mio. Arbeitsplätze.“ Das müsse, ließ der Botschafter durchblicken, auch Trump ebenso sehen wie die Tatsache, dass das geplante Handelsabkommen TTIP extrem wichtig sei: „Das Abkommen wird die Standards nicht senken, sondern erhöhen. Wir brauchen aber mehr Transparenz.“

Bis zum letzten Amtstag von Barack Obama werde die jetzige Regierung weiter an TTIP arbeiten. Emerson räumte aber auch ein, dass man in der Vergangenheit die Mittelklasse zu wenig im Blick gehabt, ihre Sorgen zu wenig beachtet habe. Auch wenn unter Obama 14 Mio. Arbeitsplätze geschaffen worden seien. Aber weil es um noch mehr Jobs gehe, sei ein freier Handel so wichtig. Man müsse die Nachfolger überzeugen, an dieser Richtung festzuhalten.

TTIP gibt laut Grillo Wachstumsimpulse auf beiden Seiten des Atlantiks. Er ist sich sicher, dass der künftige Präsident erkennen wird, dass die USA Offenheit brauchen. „Amerika zuerst“, eine zentrale Wahlkampf-Parole Trumps, „wird der US-Wirtschaft schaden“. Auch AmCham-Präsident Bernhard Matthes, Chef von Ford Deutschland, betonte, dass ein freier und fairer Handel beiden Seiten helfe. „Wir brauchen mehr Zusammenarbeit, nicht weniger.“ Rolf Obertreis

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11.11.2016, 06:00 Uhr

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