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Sehr wichtig

Abstiegsbedrohte Tübinger vor entscheidenden Bundesliga-Spielen

Zwei Heimspiele innerhalb von drei Tagen stehen ab heute für die Tübinger Walter Tigers an, die schon viel über Sein oder Nichtsein in der Basketball-Bundesliga aussagen können. Das erste ist heute (20.30 Uhr) gegen die Eisbären Bremerhaven.

27.12.2014
  • Tobias Zug

Tübingen. Weihnachten kann warten. Zumindest im Hause Igor Perovic. Der Tübinger Trainer ist serbisch-orthodoxen Glaubens, da wird das Fest erst am 7. Januar gefeiert. Seinen Spielern gönnte er an den Feiertagen anderthalb trainingsfreie Tage. Am Morgen des Heiligen Abends hatten die Tigers noch trainiert, ehe sie sich am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags wieder zu einer Einheit trafen. Allzu viele Kilo Übergewicht konnte da keiner ansammeln. Und sich auch nicht erlauben.

Denn die nächsten zwei Spiele seien „sehr wichtig“, wie Igor Perovic sagt. Heute gegen Bremerhaven und drei Tage später gegen Trier. Teams, deren Kader und Leistungsvermögen mit denen der Tübinger vergleichbar sind. Mit dem Unterschied: Die Tübinger sind Vorletzter mit sechs Punkten, Bremerhaven und Trier haben schon vier Punkte mehr geholt – nicht sehr viel, aber genug, um sich jetzt wohl zumindest für einige Zeit vom Abstiegskampf fernzuhalten und diesen den Tübingern zu überlassen. Die Eisbären aus Bremerhaven schlagen deshalb die gleiche Tonlage wie Perovic an: In ihrer Pressemitteilung schreiben sie vom „bislang wichtigsten Auswärtsspiel der Saison“.

Tübingen steht unter Druck. Nach den jüngsten durchwachsenen bis schlechten Leistungen äußerten manche Fans schon lautstark ihren Unmut, forderten vereinzelt auch den Trainer-Rauswurf. „Das ist normal“, sagt Perovic, „aber ich muss mich auf mein Team fokussieren.“ Da vermerkte er zuletzt in Bayreuth „zu viele Turnover“, also Ballverluste. Ein Dilemma der Tigers: Die jüngst verpflichteten Zugänge wie Vladimir Mihailovic und Jimmy McKinney brauchen Zeit, was die abstiegsbedrohten Tübinger nicht haben. „Aber Jimmy ist schon in einer besseren Verfassung“, sagt Perovic, „zwar noch nicht bei hundert Prozent, aber auf dem Weg dahin.“

Andererseits erwartet der Trainer, dass sich die Spieler gegen die Bremerhavener in bestem körperlichen Zustand präsentieren. Denn: „Wir müssen in diesem Spiel körperbetonter spielen als in den vergangenen. Deshalb haben wir auch hart trainiert.“ Bremerhaven habe „großartige Shooters, sehr gute Guards – wir müssen ihre Guards kontrollieren!“ Umgekehrt erwartet auch Bremerhavens Trainer Calvin Oldham ein hartes Spiel“ „Tübingen ist deutlich stärker als es deren Tabellenstand aussagt.“ Und Eisbären-Forward Sven Schultze sagt: „Das Spiel gegen die Tigers ist für uns wie alle anderen Spiele auch sehr wichtig, Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel. Es ist nie einfach in Tübingen zu spielen, die Fans machen immer einen großen Lärm. Aber ich freue mich auf diese Partie, es macht hier immer Spaß zu spielen.“

Perovic sagt, er habe außer gearbeitet zuletzt auch viel gesprochen mit den Spielern. Und, ist deren Psyche angeknackst? Die Stimmung schlecht? „Nein“, sagt Perovic, „sie sind alle okay.“

Abstiegsbedrohte Tübinger vor entscheidenden Bundesliga-Spielen
Steht mit seiner Mannschaft unter (Sieges-)Druck: Tübingens Trainer Igor Perovic. Archivbild: Ulmer

Wenn’s weg von der Küste geht, haben die Bremerhavener Bundesliga-Basketballer so ihre Probleme: Erst ein Spiel (85:84 in Hagen) gewannen die Eisbären bisher in dieser Saison auswärts. Zuletzt gab’s eine 81:97-Klatsche in Bonn. „Die Leistung in Bonn war vollkommen inakzeptabel“, sagt Eisbären-Geschäftsführer Jan Rathjen auf der Internetseite, „ich erwarte von den Spielern eine entsprechende Reaktion. In Tübingen zählt nur der Sieg.“ Auch Trainer Calvin Oldham nahm die Pleite in Bonn seelisch mit: „Dafür gibt es keine Entschuldigung. Wir müssen jetzt sehen, dass wir schleunigst die Kurve kriegen und Erfolge einfahren! Wir hatten in Bonn zu viele Ausfälle. Wenn wir in Tübingen bestehen wollen, können wir uns so etwas nicht leisten. Die Tigers sind sehr ausgeglichen besetzt, haben mit Branislav Ratkovica, Michael Cuffee, Aleksandar Nadjfeij, Anatoly Kashirov und Jimmy McKinney viele erfahrene und abgezockte Spieler in ihren Reihen, die die Liga sehr gut kennen.

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27.12.2014, 12:00 Uhr

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