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AfD will Landeszuschüsse für Mahnmal für NS-Opfer streichen
Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Roland Weihrauch/Archiv dpa/lsw
Stuttgart

AfD will Landeszuschüsse für Mahnmal für NS-Opfer streichen

Die AfD im Landtag will die Zuschüsse des Landes für eine französische Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes streichen und erntet dafür herbe Kritik.

23.01.2017
  • dpa/lsw

Stuttgart. In einem Antrag an den Finanzausschuss forderte die Fraktion, auf die Zuschüsse von 120 000 Euro pro Jahr für das Mémorial National de Gurs zu verzichten. Zur Begründung heißt es in dem Änderungsantrag zum Entwurf der Staatshaushaltplans 2017, der neu geschaffene Posten sei in Zeiten der Haushaltskonsolidierung nicht zu erklären. «Die Landesregierung vernachlässigt ihre Kernaufgaben.» Nach Ansicht des Bundestagsabgeordneten Volker Beck (Grüne), Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, ist die Forderung ein Zeichen der geschichtsvergessenen Haltung der AfD.

In dem Lager am Fuße der Pyrenäen hielten die französischen Behörden seit 1940 auch etwa 17 000 Juden fest, wie es in Angaben der Gedenkstätte heißt. Mehrere Tausend von ihnen wurden ab 1942 in Vernichtungslager, vornehmlich nach Auschwitz, verschleppt. Die Gedenkstätte ist einer von drei Orten nationalen Gedenkens an die Opfer der deutschen Besatzung und der französischen Kollaborationsregierung von Vichy.

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23.01.2017, 17:13 Uhr | geändert: 23.01.2017, 17:11 Uhr

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