Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Berlin

Agentur soll Zugang zu Cannabis regeln

Die Bundesregierung will Anbau und Handel von Cannabis zur Schmerztherapie in die Hände einer staatlichen Stelle geben. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte gestern, dass der Vorschlag einer "Cannabisagentur" in einem Referentenentwurf enthalten sei.

02.11.2015
  • DPA

Berlin Die "Welt am Sonntag" hatte darüber berichtet. Die Gesamtkoordination soll beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelt werden.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) haben sich wiederholt dafür ausgesprochen, den Zugang zu Cannabis als Medizin zu erleichtern. Missbrauch wollen sie aber verhindern. Deshalb soll der Eigenanbau durch Patienten weiter verboten bleiben.

Geplant ist dem Bericht zufolge, dass die Cannabisagentur den voraussichtlichen Bedarf an Medizinalhanf ausschreibt und vertraglich Aufträge über die Belieferung an Anbauer vergibt. Den Medizinalhanf soll die Agentur dann an Hersteller von Cannabisarzneimitteln, Großhändler und Apotheken verkaufen. Auch den Preis, den Krankenkassen für jedes an Patienten abgegebene Präparat zahlen müssen, soll sie festlegen.

Derzeit dürfen etwa 400 Patienten in Deutschland legal Cannabis zu medizinischen Zwecken beziehen. Der Bedarf wird bisher durch Importe aus den Niederlanden gedeckt.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

02.11.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball