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Fluggesellschaft

Air-Berlin: Wechsel an der Spitze

Vorstandschef Stefan Pichler geht. Der Nachfolger kommt von der Lufthansa.

19.12.2016
  • DPA

Berlin. Die anhaltenden Turbulenzen bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin haben nun auch die Vorstandsetage erreicht. Wie die Airline gestern mitteilte, wird der bisherige Vorstandsvorsitzende Stefan Pichler (59) das Unternehmen, das er zwei Jahre lang geführt hat, verlassen und in seine Heimat Australien zurückkehren. Der Aufsichtsrat hat in einer Sondersitzung Thomas Winkelmann (57) zum neuen Vorstandschef ernannt, er tritt sein Amt zum 1. Februar 2017 an.

Winkelmann stammt aus Hagen, er hat Linguistik und alte Geschichte in Berlin und Münster studiert, sattelte später noch Betriebswirtschaftslehre drauf. Seine Karriere in der Luftfahrtbranche begann er 1998 bei der Lufthansa. Dort war er zunächst für die Vertriebsorganisation in Südamerika und der Karibik verantwortlich. Dann übernahm er als Vizepräsident die Vertriebs- und Serviceorganisation für Nord- und Südamerika. 2006 bis 2015 war er Vorstandschef von Germanwings, der Billigflugtochter der Lufthansa. Als Germanwings in Eurowings integriert wurde, ernannte man Winkelmann zum Chef des Lufthansa- Drehkreuzes München.

Air Berlin fliegt seit längerem Verluste ein und sitzt auf mehr als 1 Mrd. EUR Schulden. Finanzspritzen des arabischen Großaktionärs Etihad hielten die Fluggesellschaft aber in der Luft. Ende September hatte Air Berlin bekanntgegeben, mit einem drastischen Sparkurs gegensteuern zu wollen. So will die angeschlagene Fluglinie nur noch eine Kernflotte betreiben und bis zu 1200 Mitarbeiter entlassen.

Das Unternehmen versucht, durch das Verleasen von Maschinen seine Kosten zu drücken. Ab dem kommenden Jahr sollen etwa 38 Airbus-Mittelstreckenjets samt Besatzungen für die Lufthansa-Töchter Eurowings und Austrian Airlines abheben. Zudem wollen Lufthansa und Air Berlins Großaktionärin Etihad eigene Flüge unter der Flugnummer ihrer Partnerin vermarkten, wie sie erst am vergangenen Freitag mitteilten. Die Lufthansa will damit vor allem ihre Billigmarke Eurowings ausbauen. dpa/ker

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19.12.2016, 06:00 Uhr

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