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Aktionäre stimmen zu - Kostendruck bleibt
Lufthansa-Chef Carsten Spohr bekommt mehr Gehalt. Foto: dpa
Höhere Gehälter für Lufthansa-Vorstand

Aktionäre stimmen zu - Kostendruck bleibt

Trotz eines Rekordgewinns steht die Lufthansa unter Druck, die Kosten zu senken. Der Vorstand bekommt erstmals seit 2008 mehr Geld.

29.04.2016
  • DPA

Hamburg. Trotz des andauernden Kostendrucks bei der Lufthansa steigen die Gehälter des Vorstands. Die Hauptversammlung des Dax-Konzerns genehmigte mit 89,5 Prozent Zustimmung eine neue Gehaltsstruktur für die fünfköpfige Führungsmannschaft um Chef Carsten Spohr. Die variablen Teile des Entgelts werden an neue Kennziffern gekoppelt und sollen so perspektivisch rund 10 Prozent über dem bisherigen Niveau liegen, erläuterte Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber den im Hamburg versammelten Aktionären.

Im Dax-Vergleich sieht sich Lufthansa mit ihren Vorstandsvergütungen weiterhin im hinteren Mittelfeld. Sie seien seit 2008 nicht mehr erhöht worden, sagte Mayrhuber. Spohr hat nach dem alten System im vergangenen Jahr inklusive Aktienoptionen und Rentenansprüchen knapp 3,2 Mio. EUR (2014: 2,7 Mio. EUR) verdient. Seine Bezüge sollen in der neuen Struktur mit einem Plus von rund 300 000 EUR stärker steigen als die der übrigen Vorstandsmitglieder (plus 100 000 EUR), um den Abstand zwischen dem Chef und den anderen Top-Managern zu vergrößern. Auch hier dienten andere Dax-Konzerne als Maßstab.

Lufthansa steht auch nach Ansicht einiger Aktionärsvertreter nach wie vor unter starkem Kostendruck. Der aktuelle Rekordgewinn von knapp 1,7 Mrd. EUR ist geprägt von Sondereffekten und dem dauerhaft niedrigen Kerosinpreis. "Strukturell haben Sie bislang zu wenig erreicht", kritisierte Markus Neumann von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) den Vorstand.

Lufthansa rechnet über das laufende Geschäftsjahr hinaus mit deutlichen Kostenvorteilen durch billigen Treibstoff. Er erwarte bei etwa gleich bleibenden Preisen und Wechselkursen für 2017 und 2018 jeweils Entlastungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich, sagte Vorstandschef Spohr.

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29.04.2016, 06:00 Uhr

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