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Aktivisten legen den Verkehr lahm
Rund 200 Umweltschützer machten ihrem Unmut Luft. Foto: dpa
Feinstaub

Aktivisten legen den Verkehr lahm

Mit einer Protestaktion klagten Umweltschützer das aus ihrer Sicht fehlende Engagement der Stadt an.

22.11.2016
  • DPA

Stuttgart. Der dritte Feinstaub-Alarm in Stuttgart in diesem Herbst läuft, den Mitgliedern der Bürgerinitiative Neckartor geht das jedoch nicht weit genug. Sie werfen der Verwaltung „Wegschauen und Versagen“ vor und äußerten ihren Unmut darüber am Montagabend zur Rushhour mit einem Protestzug und Straßenblockaden. Laut Polizei provozierten rund 200 Aktivisten einen etwa zehn Kilometer langen Stau auf den Hauptstraßen – und wütende Autofahrer, die trotz Alarms nicht auf Bus und Bahn umgestiegen waren.

Mit Trommeln und Atemschutzmasken zogen die Demonstranten zur Schadstoff-Messstation am Neckartor. „Autoflut stoppen“, „Feinstaub tötet“ und „Fahrverbote retten Leben“ stand auf Transparenten. An der Messstelle am Stuttgarter Neckartor werden die zulässigen EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub seit Jahren gerissen.

Nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt und Messungen stieg die Konzentration auch am gestrigen Montag über den Grenzwert. Erlaubt sind den EU-Vorgaben zufolge 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr. Eine Marke, die bereits geknackt wurde. Um die Werte zumindest in Schach zu halten, sind Autofahrer bei Feinstaub-Alarm daher aufgerufen, ihre Wagen stehen zu lassen und auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen. Besitzer von Komfort-Kaminen sollen diese zudem, wenn möglich, ausgeschaltet lassen.

Ob der Feinstaub-Alarm Autofahrer zum Umstieg bewogen hatte, ist nach Angaben der Stadt schwer zu sagen. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG hatten zunächst von keinem massenhaften Zugang in ihren Wagen berichtet. Auch auf den Straßen blieben die Effekte bislang eher aus: Dort wurde zuletzt eine Reduktion des Verkehrs um zwei bis drei Prozent festgestellt.

Das Ende des Alarms ist bislang offen. Nach Angaben der Stadt sagt der Deutsche Wetterdienst bis mindestens einschließlich Donnerstag ein stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre voraus. Der Alarm gilt für Autofahrer seit Montag, für Kamin-Besitzer seit Sonntagabend. dpa/eb

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22.11.2016, 06:00 Uhr

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