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Aldinger und sein Leben mit den Reben
Fröhlicher Wengerter: Gerhard Aldinger. Foto: Ingrid Sachsenmaier
Literatur

Aldinger und sein Leben mit den Reben

Familie veröffentlicht Buch des verstorbenen Weinexperten aus Fellbach.

02.01.2017
  • INGRID SACHSENMAIER

Fellbach. Der Fellbacher Wengerter Gerhard Aldinger hat für den Weinbau gelebt und ist in ihm wahrlich aufgelebt. Der Rat des renommierten Fachmanns war landauf, landab geschätzt, seine umgängliche, heitere Art beliebt, sein profundes Wissen um die Reben suchte seinesgleichen, bei seinen Geschichten über die Geschichte des Weinbaus hörten alle gerne zu. Gerhard Aldinger wusste darum und hat deshalb – in erster Linie für seine Enkel – die großen Leitlinien seines Berufsbilds in einem umfangreichen Manuskript handschriftlich festgehalten. Er wollte daraus ein Buch machen, der Titel stand bereits fest: „Mein Leben mit den Reben“. Anfang Februar starb er unerwartet.

Jetzt haben seine Kinder das Buch vollendet. In dem Buch „Das Kulturgut Wein im Wandel der Zeit“ ist dem 86 Jahre alt gewordenen Gerhard Aldinger gelungen, wichtige Ereignisse im Württemberger und Fellbacher Weinbau schriftlich zu dokumentieren. Noch am Nachmittag, bevor er sich Ende Januar 2016 den Oberschenkelhals brach, war er mit Enkel Hansjörg im Fellbacher Stadtmuseum und im Weinbaumuseum in Uhlbach unterwegs – auf der Suche nach Bildmaterial für das Buch. „Als wir nach seinem Sturz gemeinsam auf die Rettungssanitäter gewartet haben, zeigte er aufs Manuskript und sagte mir, dass er es dann in der Reha gegenlesen würde“, erinnert sich sein Sohn Gert. Das hat jetzt seine Familie übernommen.

„Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um das Vorwort zu schreiben“, sagt Gert Aldinger. Zusammen mit seiner Frau, seinem Bruder, seiner Schwester und seiner Schwägerin hat er das Buch-Projekt umgesetzt.

Gerhard Aldinger sollte eigentlich Lehrer werden und trat dann doch in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters. Jeden Tag war er im Weinberg, bis zuletzt. Darüber hat er in Schönschrift Tagebuch geführt. „Das führe ich jetzt fort“, sagt Sohn Gert, „allerdings nicht so akribisch wie mein Vater und auch nicht jeden Tag.“ Zuletzt habe sein Vater auch wieder die Zeit zum Zeichnen und Malen gefunden. Über die Bilder, die Gerhard Aldinger hinterlassen hat, freut sich seine Familie ungemein.I ngrid Sachsenmaier

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02.01.2017, 06:00 Uhr

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