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Kurioses Festival

Alles kann, nichts muss

Stell dir vor, es ist Festival und keine Band geht hin. Undenkbar? Ein Albtraum? Von wegen! Beim „Festival ohne Bands“ ist das gewollte Realität. Mitte Mai findet die Musikveranstaltung ohne Musik in Hailtingen bei Dürmentingen bei Riedlingen statt. Drei Tage volles Programm – mit Bühne, Fastfood und Dixi-Toiletten. Bloß eben ohne Bands.

10.01.2017

Von TOBIAS KNAACK

Das Logo ist Programm: Festival ohne Bands. Foto: Festival ohne Bands

Ulm. Kein Metallica, kein Sytem Of A Down, noch nicht mal Revolverheld. Stattdessen Organisator David Lüke zufolge einfach „drei Tage Festival-Feeling pur ohne Stress“.

Wer bisher also glaubte, im Südwesten der Republik gebe es vor allem Käpsele der Konstruktion (Autos zum Beispiel), die nur ein „höher, schneller, weiter“ kennen, sieht sich getäuscht. Im Land von Burgen und Schlössern gibt es nämlich auch die Ritter der Reduktion. Das Ziel: Eine Befreiung von den Zwängen, auf einem Musikfestival auch Musik hören zu müssen – also zumindest Live-Musik. Denn Bands kann es ja auch vom Band geben. Man entledigt sich also des Drucks, um 17 Uhr auf der Mainstage die eine, um 17.45 Uhr auf der Nebenbühne aber auch schon die nächste Gruppe sehen zu wollen. Und das, obwohl man ohnehin gerade mit den Kumpels so gemütlich ein Dosen-Duett (Ravioli und Bier) auf dem Campingplatz frühstückt. Kurzum, es ist die ultimative Besinnung auf das alte Kontaktanzeigen-Mantra: Alles kann, nichts muss.

Tobias Knaack

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Erstellt:
10. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2017, 06:00 Uhr

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