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Als Tabellenführer in den Winter
War viel los bei der TSG: Hier hacken alle am Tübinger Dominik Schramm rum, weil der den Ball eingeklemmt hat. Bild: Ulmer
Fußball-Landesliga

Als Tabellenführer in den Winter

Die TSG Tübingen präsentiert sich stark im Spitzenspiel gegen den FC Holzhausen – und gewinnt auf Kunstrasen deutlich mit 5:2 (3:1).

28.11.2016
  • Fabian Renz

Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam sie, die Szene dieses Spiels: Dominik Schramm fasste sich ein Herz und schlug den Ball weit in die Spitze, zu weit, hätte man meinen können. Doch nicht für David Fridrich, den kleinen, schnellen, wendigen Rechtsaußen der TSG Tübingen, der gestern auf dem Kunstrasenplatz in der Jahnallee gegen den FC Holzhausen ein überragendes Spiel machte (siehe Kasten). Fridrich hob den Ball über den Torwart in die Maschen (45.) – und der Jubel brach los.

Dass sämtliche Teamkollegen angesprintet kamen, hatte mehrere Gründe: Es war bereits das zweite Tor des 19-Jährigen in diesem Spiel und ein wunderschönes obendrein. Vor allem aber war es das 3:1 im Wettstreit mit einem Tabellenkonkurrenten – und durchaus schon so etwas wie die Vorentscheidung dieser Partie.

Fridrich hatte schon nach fünf Minuten für einen guten Start der Tübinger in dieses Spitzenspiel gesorgt, als er eine Unstimmigkeit in Holzhausens Hintermannschaft ausnutzte und den Ball entspannt ins leere Tor schieben konnte (5.). Zwar gelang den Gästen aus Holzhausen in der 21. Minute der Ausgleich, doch zum einen war dieses Tor ein Zufallsprodukt (eine Flanke von Ilie Iordache geriet zum Torschuss und senkte sich via Innenpfosten insNetz), zum anderen hielt dieser Spielstand nur für Sekunden.

Gleich nach dem Anspiel nutzten die Tübinger Jonas Frey und Tammo Heinzler erneute Irritationen zwischen FCH-Torwart Kevin Fritz und seinen Innenverteidigern, nach Pass von Frey schob Heinzler den Ball ins wieder unbewachte Tor (22.). „So viele Missgeschicke wie heute hatten wir in der ganzen bisherigen Hinrunde nicht“, ärgerte sich Holzhausens Coach Onur Hepkeskin.

Sein Kollege Michael Frick hingegen konnte zufrieden sein: „Wir haben das heute schon ganz gut gemacht, das muss man sagen“, fasste der TSG-Trainer die Leistung seiner Mannschaft etwas zu bescheiden zusammen, legte dann aber noch nach: „Das war ein souveräner Sieg von uns.“

Tatsächlich hatten die Tübinger die Partie fast durchgehend im Griff. Sie machten früh Druck auf den Gegner und provozierten so unzählige Ballverluste, sie kombinierten schnell auf dem engen Raum des Kunstrasenplatzes und erarbeiteten sich zahlreiche Großchancen. Kein Wunder also, dass es in der zweiten Hälfte noch zwei weitere Male hinter Holzhausens Keeper Fritz einschlug.

Auch der Toptorjäger der TSG durfte noch ran: Jonas Frey lupfte zuerst (56.) und schlenzte dann (64.), beide Male war Holzhausens Torwart chancenlos. Es waren Freys Saisontore 19 und 20. Damit hat er doppelt so viele Tore auf dem Konto wie der beste Holzhausener – dafür hat der FCH aber gleich drei Torjäger mit zehn Kisten in seinen Reihen.

Einer dieser drei machte sein zehntes Tor gegen die TSG: In der 86. Minute kämpfte sich Tim Wissmann durch den Strafraum und hämmerte den Ball ins linke Eck zum 5:2. Es war letztlich nur Ergebniskosmetik. TSG-Trainer Frick war glücklich, mit „einem guten Gefühl in die Winterpause“ zu gehen – als Tabellenführer, punktgleich übrigens mit dem SV 03 Tübingen.

TSG Tübingen: Baumann; Fridrich, Schramm (73. Braun), Knoll, Schmetzer, Gottschalk, Binder (70. Weiß), Zenner, Frey, Glück (78. Schwarz), Heinzler (81. Quaas).

David Fridrich zeigt seine Torjäger-Qualitäten

Torgefährlicher könnte er sein – das hatte TSG-Trainer Michael Frick unter der Woche im TAGBLATT über seinen Außenverteidiger David Fridrich gesagt. Und was tat der im Spitzenspiel gegen den FC Holzhausen? Er schoss zwei Tore. „Ich hatte schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl“, sagte Fridrich nach der Partie. Zusätzlich sei ihm der Kunstrasenplatz entgegengekommen: Als kleiner, wendiger Spieler habe er auf engem Raum einen Vorteil, außerdem könne er seine Schnelligkeit einsetzen. Fridrich machte auf rechts viel Radau, schlug unzählige Haken und Flanken. Beim 1:0 hatte er wie bei seinem bislang einzigen Saisontor den leeren Kasten vor sich, beim 3:1 allerdings lupfte er den Ball aus 25 Metern über den Torwart – wie ein Torjäger.

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28.11.2016, 01:00 Uhr

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