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23.11.2015

Wenn einem vor Schmerz oder vor Glück die Worte fehlen, kann ein Lied die rettende Brücke sein. Nach diesem Muster ist der Film des bisher meist fürs Fernsehen („Schulmädchen“) tätigen Regis­seurs Martin Walz gestrickt. Er handelt von einer Handvoll am Leben oder an der Liebe darbenden Szeneberlinern, denen zwecks Übermittlung von Gefühlen alle paar Minuten lippensynchron deutschsprachiges Liedgut in den Mund gelegt wird – das Spektrum reicht von Zarah Leander über Ton Steine Scherben bis zum Rapper Nico Suave.

Der nette Versuch, die Filmoperette wiederzubeleben, scheitert aber schon im Ansatz. Einerseits ist der Regisseur so sehr in die Idee mit den Schlagern verliebt, dass er sich um Handlung oder Charaktere keine großen Gedanken mehr gemacht hat. Die einzige halb­wegs zu Herzen gehende Figur ist Thilo (Jan Henrik Stahlberg), ein arbeits­loser Schauspieler und notorischer Gefühlsschussel, der abends vergessen hat, dass er morgens von seiner Freundin verlassen wurde.

Andererseits hat Walz so wenig Vertrauen in die Musik, dass jeder Song nur ein paar Takte lang angespielt wird – das reicht für den ein oder anderen guten Gag, während die emotio­nale Kraft jämmerlich absäuft. So verpufft der Film nach dem ersten Aha-Effekt zu einem aschgrauen Häufchen Seifenoper.

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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