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Bäume sind nicht zu retten

Am „Prinz Carl“ sollen die Kastanien fallen

Den Bäumen im Stadtgebiet geht es schlecht. Streusalz und Verkehr haben zwei alten Kastanien vorm „Prinz Carl“ am Bahnhof so geschadet, dass sie – vermutlich noch in diesem Winter – gefällt werden. Auch im Stadtgraben und an der Weggental straße sollen Bäume fallen.

17.11.2012
  • Ulrich Eisele

Rottenburg. Mit dem Zustand verschiedener Stadtbäume befasste sich diese Woche der Technische Ausschuss des Gemeinderats. Das Tiefbauamt hatte Joachim Schuster mit einer Untersuchung beauftragt, deren Ergebnisse der Tübinger Baumpfleger den Gemeinderäten am Donnerstag vor Ort vorstellte.

Erste Station: Poststraße. Vorm „Kaffeehaus & Teehaus Prinz Carl“ stehen zwei Kastanien, laut Schuster noch keine 100 Jahre alt. Eigentlich kein Alter für diese Baumart, die bis zu 250 Jahre alt werden kann. Doch Streusalz, Verkehr, vielleicht auch die Verlegung eines Erdkabels, haben dem Wurzelwerk so geschadet, dass einige der Äste schon entfernt werden mussten. Faustgroße Löcher durchziehen zudem beide Stämme, er könne für die Standsicherheit nicht mehr bürgen, sagte Schuster. Der Baumsachverständige plädierte fürs Entfernen. Wenn etwas passiere, ein Ast auf ein Auto falle oder der Baum bei Sturm umstürze, hafte die Stadt für die Schäden.

Auch im Stadtgraben sind viele der etwa 80 Jahre alten Linden geschädigt. Woran das liegt – ob an spielenden Kindern, Spaziergängern, Streusalz oder der stark verdichteten Teerfläche daneben –, konnte Ulrich Marose vom Tiefbauamt der Stadt Rottenburg auch nicht sagen. Man stehe vor der Alternative, so Baubürgermeister Thomas Weigel, entweder die ganze Allee oder sukzessive einzelne Bäume zu ersetzen. Die Verwaltung neigt aus Kostengründen der zweiten Lösung zu. Dafür sprachen sich in anschließender Sitzung auch die Mitglieder des Technischen Ausschusses aus. Weitere stark geschädigte Bäume sollen an der Weggentalstraße fallen – ob noch in diesem Winter, muss der Gemeinderat entscheiden.

Eine neue Kreuzung für das DHL-Gelände

Fertig ist inzwischen ein Verkehrskonzept zur Anbindung des DHL-Geländes an die Südtangente. Die Stadt plant, dort verschiedene Märkte anzusiedeln – 7000 Quadratmeter Bau- und Gartenmarkt, 2500 Quadratmeter für Elektrogeräte sowie 3000 Quadratmeter für Möbel, Zooartikel und „Sonstiges“. Um den Durchgangsverkehr nicht unnötig durch abbiegende Kunden aufzuhalten, muss eine leistungsfähige Kreuzung an der Einmündung Saint-Claude-Straße gebaut werden.

Mit der Planung beauftragte die Stadt das Karlsruher Verkehrsplanungsbüro PTV. Mittels Verkehrszählungen und Computersimulationen hat Ingenieur Christoph Schulze die beste Lösung für diese Kreuzung ermittelt. Ursprünglich habe man einen Kreisverkehr im Auge gehabt, führte er aus. Doch jener habe sich als weniger leistungsfähig erwiesen als eine ampelgesteuerte Kreuzung. Selbst mit einem zusätzlichen „Bypass“ zum DHL-Gelände würde sich der Verkehr in Spitzen-Zeiten bis zur Kreuzung Südtangente / Tübinger Straße zurückstauen.

Die PTV schlägt eine einfache Abbiegespur aus Richtung Tübingen und eine aus Richtung Weiler vor. Eine induktionsgesteuerte Bedarfsampel wie in Wurmlingen soll den Verkehr auf der Südtangente nur kurz aufhalten, wenn sich auf Saint-Claude-Straße eine zu lange Schlange bildet. In der Computersimulation habe sich diese Lösung als leistungsfähiger erwiesen als eine automatische Ampelkreuzung. Nach der Prognosen wird die Bedarfsampel nur selten in Erscheinung treten. Die Anbindung ist also schon mal geregelt, muss nur noch das DHL-Gelände geplant werden.

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17.11.2012, 12:00 Uhr

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