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Alle Tanzstile erlaubt

Am Samstag ist Herbstball in der Mössinger Quenstedt-Aula

Wer Lust zu tanzen hat, ist eingeladen. Der Herbstball im Quenstedt-Gymnasium ist eine öffentliche Veranstaltung und alles andere als ein internes Schulfest, betonen die Veranstalter. In den vergangenen Jahren hat dies oft für Verwirrung gesorgt.

15.10.2014
  • Susanne Mutschler

Mössingen. „Der Herbstball in der Quenstedt-Aula ist die einzige Möglichkeit im ganzen Jahr, in Mössingen in großem Rahmen tanzen zu gehen“, betont der leidenschaftliche Tänzer Wolfgang Sigloch. Für dieses Tanzereignis scheuen der ehemalige Sportlehrer und das Organisationsteam aus Schulleitung, Tanzschule und Schülermitverwaltung keine ehrenamtlichen Mühen. „Wir bieten den Bürgern einen festlichen Abend mit Tanzmusik und guter Unterhaltung.“

Im Jahr 2000 beklagten sich die Quenstedt-Zehntklässler, nachdem sie gerade ihren Tanzkurs absolviert hatten, dass sie das Gelernte nirgendwo anwenden könnten. Für sie, ihre Familien, Freunde und Lehrer organisierte die Schulleitung in der Aula des Gymnasiums den ersten von inzwischen 15 Herbstbällen. Was damals als Schüleridee begann, präsentiert sich mittlerweile als eine gepflegte und gut vorbereitete Veranstaltung. Tanzbegeisterte aus dem ganzen Stadtgebiet und darüber hinaus holen dafür ihre feinste Abendgarderobe und die Schuhe mit den glattesten Sohlen aus dem Schrank.

Schon in den Anfangsjahren seien die jährlichen Herbstbälle immer offen für Jedermann gewesen, klärt Schulleiterin Gudrun Röderer auf. Es sei ein Irrtum, das herbstliche Tanzen in der Aula sei nur einem internen Schulzirkel vorbehalten. „Die Leute hätten nur Eintrittskarten kaufen müssen“, sagt sie. „Bei einer Veranstaltung, die Ball heißt“, scheine das Etikett ‚Schule‘ immer noch „eine Hürde zu sein“, wirbt Französischlehrerin Hedwig Frangart-Rebmann um mehr Gäste, die nichts als die Lust am Tanzen in die Schule treiben soll.

Die Aula des Quenstedt-Gymnasiums erfüllt in Mössingen gleichzeitig die Funktion einer Stadthalle. „Welche Schule hat schon eine Tanzfläche, auf der sich 120 Paare locker bewegen können, ohne dass es eng wird?“, fragt Röderer rhetorisch. Die gute Akustik und das großzügig angelegte Foyer ergänzen die Eignung der Aula zum Ballsaal.

Der frisch versiegelte Parkettboden sei dem Mössinger Tanzereignis vollkommen gewachsen, ergänzt Michaela Maier von der Mössinger Tanzschule „Flotte Sohle“. Einen Tanzboden auszulegen, hielte sie nur auf spiegelglatten Fliesen für nötig. Seit zwei Monaten hat sie unter ihren Tanzanfängern auch wieder Quenstedt-Zehntklässler. Einer von ihnen ist der Schülersprecher Mark Boenigk. Er wird sich dieses Mal noch nicht aufs Parkett wagen. Aber es gebe immer auch Schüler, die ihre ersten Tanzschritte gleich beim Herbstball ausprobieren, beschreibt Sigloch die ungezwungene Atmosphäre des Abends.

Schülersprecherin Hanna Schuler ist seit ihrem ersten Kurs vor zwei Jahren nicht vom Tanzen losgekommen und übt bereits für das Bronze-Abzeichen. Der Ball sei endlich mal wieder eine Gelegenheit für ihr langes Abendkleid, freut sie sich – wie viele ihrer Mitschülerinnen – auf den Samstagabend. „Tanzen ist wieder in und gar nicht spießig“, findet sie. „Ein Drittel der Ball-Besucher sind Schüler“, erinnert sich Röderer an die vergangenen Jahre. „Die Leute sind immer sehr schick angezogen, sagt sie. „Vom eleganten Hosenanzug bis zur langen Robe ist alles drin.“

Die Veranstaltung beginne festlich mit einem Sektempfang, erläutert die frühere Elternbeiratsvorsitzende Maria von Wulffen den Ablauf des Abends. Eine Polonaise eröffne die Tanzrunden, und der erste Tanz gehöre dem Mössinger OB Michael Bulander und seiner Frau. „Wie beim Wiener Opernball, nur ohne die Verkleidung“, rückt Sigloch seinen Vergleich gleich wieder auf Mössinger Verhältnisse zurecht. „Es sind alle Tanzstile erlaubt.“

Für die Musikbegleitung konnte das Veranstaltungsteam die fünfköpfige Band „Filder-Express“ aus Wolfschlugen gewinnen. Auf dem Programm des Ballabends steht eine Vorführung der Tanzgruppe des TV Belsen, die sich erst vor wenigen Tagen für die Württembergischen Meisterschaften qualifiziert hat. Außerdem gibt es einen Auftritt der bekannten Männershowtanzgruppe „Flotte Hosen“, die von Alexandra Supper trainiert wird. Das Abendessen am Buffet, das den Tanzenden neue Kräfte verleihen soll, liefert ein Caterer aus Hechingen.

Der Schulleitung ist daran gelegen, den Abend auch für Schüler erschwinglich zu halten. Sie bezahlen inklusive Buffet nur 11 Euro Eintritt. Für einen Erwachsenen kostet die Karte 25 Euro. Wegen der Essensvorbestellungen ist keine Abendkasse möglich. „Man kann sich also nicht spontan entschließen“, mahnt Röderer, sich noch am heutigen Mittwoch im Sekretariat der Schule oder in der Tanzschule „Flotte Sohle“ Tickets für den Herbstball zu sichern.

Am Samstag ist Herbstball in der Mössinger Quenstedt-Aula
Herbstball-Polonaise im Mössinger Quenstedt-Gymnasium im Jahr 2005.Archivbild: Mozer

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15.10.2014, 12:00 Uhr

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