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Honauer Forelle beliebt

Am Sonntagabend verabschiedete sich die Sommerinsel für ein Jahr

Gastronomen und Gäste bewerteten die diesjährige Ausgabe der Tübinger Sommerinsel am gestrigen Abschlussabend überwiegend zufrieden. Stärker als das reale Wetter selbst trübten ungünstige Vorhersagen das Geschäft.

11.08.2014
  • DOROTHEE HERMANN

Tübingen. Unter den Abschiedsgästen der 13. Tübinger Sommerinsel war auch das neue Team der Tübinger Walter Tigers. Die zwölf hochgewachsenen Basketballer schlenderten gegen 18.30 Uhr zu den kulinarischen Pavillons am Anlagensee. Sie wurden von David Rösch begleitet, einem ihrer insgesamt vier Trainer.

Eine 51-jährige Tübingerin kommt jedes Jahr, um auf der Sommerinsel zu schlemmen, und bringt auch gerne Gäste mit. Sie findet es toll, „dass die Tübinger Gastronomie so etwas auf die Beine stellt“. Die Sommerinsel sieht sie als „ein zusätzliches Ausflugsziel, das man sonst nicht hätte“. Sie genießt es, direkt am Ufer zu sitzen, Leute zu beobachten und in die Dämmerung zu blicken.

Christel Rösch führt mit ihrem Ehemann Herbert das Hotel am Schloss, das Restaurant Mauganeschtle und das karibisch-afrokubanisch angehauchte „Reefs“ am Freibad. Sie freute sich besonders über „das fröhliche Publikum“. Die Gäste hätten die Sommerinsel wieder genießen können. „Zumindest diejenigen, die trotz der Hagelwarnungen gekommen sind“, sagte Rösch. „Die Wettervorhersagen waren schlechter als das Wetter.“ Die Folge: „Die Leute waren vorsichtiger.“ Durch das vielfältige Speisenangebot bleibe die kulinarische Oase auf Zeit auch bei mehrfachen Besuchen attraktiv.

Wie Alexander Stagl vom Hotel Krone erlebt Herbert Rösch die Sommerinsel als Magnet, wo sich ganz Tübingen trifft: „Die Leute sagen immer, man muss sich nicht einmal extra verabreden.“ Das zweite Wochenende sei ein bisschen schwächer ausgefallen, so die Gastronomin. „Man spürte, dass die zweite Reisewelle angelaufen war.“

Nicht ganz so begeistert äußerte sich Rolf-Dieter Gabold, der das kleine Fahrgeschäft am Rande der Sommerinsel betreibt. Mit Karussell, Bungee-Trampolin und transparenten Bällen zum Hineinsitzen, die auf einem Wasserbecken schwimmen, zieht es besonders kleine Sommerinsel-Besucher an. „Kinder wollen nicht nur am Tisch sitzen und essen und trinken. Sie wollen auch Spaß und Unterhaltung“, sagte Gabold, der meist auf Jahrmärkten unterwegs ist. Was seine hiesige Kundschaft anbelangt, sagte er: „Die Tübinger sind sehr zurückhaltend. Wenn Tübingen keine Touristen hätte, wäre das Geschäft sehr zäh gelaufen.“

Das Tübinger Publikum trotzt auch dem Regen

Im Sommerinsel-Zweiglokal der „Rosenau“ kam die Honauer Forelle besonders gut an, sagte Geschäftsleiter Tobias Henninger. Er ist auch verantwortlich für die Dienstleistungsfirma U.D.O. der Tübinger Unikliniken, die auch die „Rosenau“ betreibt. „Wir bieten am Anlagensee das Gleiche wie im Restaurant“, betonte er. Das Team verwende vorwiegend frische Produkte, an Ort und Stelle zubereitet, je nach Ansturm von bis zu sechs Köchen.

„Pilze kamen auch sehr gut an“, so Henninger. Etwa Pfifferlinge und Steinpilze auf Tagliatelle. Die Honauer Forelle wurde im dortigen Restaurant „Rössle“ ausgenommen und gesalzen, aber am Anlagensee frisch geräuchert. Auch das Kuchenbüfett des Freiluft-Ablegers war gefragt. „Wir haben inzwischen eine eigene Pâtisserie.“

„Die Wetterberichte haben uns viel Geld gekostet“, bestätigte Henninger. Dennoch ist er mit seinem Team im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder dabei. Wenn es nicht gerade sintflutartig vom Himmel schütte, sei das Tübinger Publikum sehr standhaft und harre unter Schirmen auch im Freien aus.

Am Sonntagabend verabschiedete sich die Sommerinsel für ein Jahr
Bis zum Ausklang am gestrigen Sonntagabend kam die gastronomische Sommerinsel am Tübinger Anlagensee bei den Besucher(inne)n gut an.Bild:Sommer

Durchweg positiv falle die Bilanz für die diesjährige Tübinger Sommerinsel aus, sagte Alexander Stagl, Geschäftsführer des Hotels Krone, für die TüGast. Was die beteiligten Gastronomen besonders freut: „Die Sommerinsel ist ein Treffpunkt geworden“, so Stagl. „Die Leute kommen regelmäßig.“ Auch wer allein vorbeischaut, könne sicher sein, bald nette Tischgesellschaft zu finden: „Man trifft immer jemand.“ Die nächste Tübinger Sommerinsel öffnet 2015 wie gewohnt am letzten Schultag vor den großen Ferien. Diesen Zeitpunkt haben die Gastronomen bewusst gewählt, weil es zu Ferienbeginn „sonst keine Feste mehr gibt“, so Stagl. Auch die Kooperation mit dem Tübinger Einzelhandel beim verkaufsoffenen Sonntag am ersten Sommerinsel-Wochenende sei ein Erfolg geworden.

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11.08.2014, 12:00 Uhr

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