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Wenn die Burg zum Bummeln ruft

Am ersten von zwei Wochenenden erweist sich der Adventsmarkt auf dem Hohenzollern als wahrer Publikumsmagnet

Das spektakuläre Ambiente der Preußenburg lockte am ersten Adventswochenende unüberschaubare Besuchermassen auf den Hohenzollern. Im Burghof war von Freitag bis Sonntag ein „Königlicher Weihnachtsmarkt“ aufgebaut.

01.12.2014
  • Susanne Mutschler

Hechingen. „Weihnachtsmarkt auf der Burg ist auch ein Stück Abenteuer“, vermutet Walter Pröpster. Pröbster ist einer der vielen Parkwächter, die dafür sorgen, dass sich die Autoschlangen gar nicht mehr auf den Weg zur Burg hinauf machen: „Die Leute wissen, worauf sie sich einlassen und wie viel Zeit sie mitbringen müssen“. Schon um die Mittagszeit stehen nur noch die Parkplätze im Tal und in der Stadt Hechingen zur Verfügung. Omnibusse bringen die Besucher bis zum Fuß der Burg. Dort steigen sie in kleine Shuttlebusse um, die unablässig den steilen Burgberg hinauf- und hinunterfahren.

Dem „Königlichen Weihnachtsmarkt“ geht ein Ruf voraus, den offenbar auch zehn Euro Eintrittsgeld nicht schmälern können. „Nicht grad wenig für sparsame Schwaben“, findet Elfriede Rieg aus Starzach. Das romantische Flair auf der Burg und der Blick in die von Nebenschwaden durchzogene Landschaft seien einfach einmalig, rückt ihre Freundin Elke Stumpp aus Hirrlingen die verhaltene Kritik zurecht. Viele der Gäste sind von wesentlich weiter angereist.

Die Anbieter an den Ständen im Burghof und im Grafensaal legen Wert auf die Qualität ihrer Produkte: Simple rote Würste oder selbstgemachte Marmelade sucht man umsonst. Dafür gibt es regionale Wildspezialitäten, einen Eintopf aus Alblinsen und zum Nachtisch erlesene Leckereien von der Hofkonditorei in Sigmaringen.

Der königliche Weihnachtsmarkt hat einen Stamm traditioneller Verkäufer, die hochwertige Geschenkartikel mitbringen: Gedrechselte Schalen aus griechischem Olivenholz, Leinentischtücher aus Portugal, Plaids aus spanischer Wolle, elegante Papeteriewaren, handbemalter Christbaumschmuck aus Zinn und dazu ein Sammelsurium an Antiquitäten . Inzwischen werden aber auch gerne ökologische Projekte vorgestellt. Auch regionale Anbieter bekommen auf der Burg eine Chance. Die kettengesägten Wildsäue von Wolfgang Rudolf aus Aichelau gehen weg wie die sprichwörtlichen Wecken: „Sie richten keinen Schaden an“, sagt er vergnügt. Die Schneiderin Ulrike Faust aus Göppingen lässt sich als „Lilly Piccadilly“ lustige Utensilien für Babys einfallen. Als Erholung vom Essen und Einkaufen gibt es in der katholischen Kapelle Geschichten oder besinnliche Lieder von „Vocalissimo“. Der Nikolaus schreitet durchs Gedränge und begleitet Kinder beim Laternenumzug. Anton Kryukow und Peter Tschaikowsky (der wirklich so heißt) singen Lieder mit russischer Seele. Ähnlich stimmungsleitend sind die Dudelsackbläser „Tinnitus interruptus“ und die Parforcehornbläser Hohenzollern, mit deren Abendgruß der Tag zu Ende geht.

Am kommenden Adventswochenende gibt es wieder Weihnachtsmarkt: Freitag 14 bis 21 Uhr, Samstag 11 bis 21 Uhr, Sonntag 11 bis 19 Uhr.

Am ersten von zwei Wochenenden erweist sich der Adventsmarkt auf dem Hohenzollern als wahrer
Weihnachtsmarkt auf der rappelvollen Burg Hohenzollern: Da kann man auch schon mal echte Zollerngeister treffen.Bild: Franke

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01.12.2014, 12:00 Uhr

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