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Die große Sause wird gescheit

Am letzten Juni-Wochenende ist das 40. Rottenburger Neckarfest

Ein paar Neuerungen, viel Bewährtes und einen bedauerlichen Ausfall vermeldete das Kulturamt gestern im Zusammenhang mit dem 40. Rottenburger Neckarfest am Samstag und Sonntag, 27. und 28. Juni.

12.06.2015
  • Hete Henning

Rottenburg. Mit 40 wird der Schwabe gescheit, heißt es, aber auch in der Vergangenheit hat es schon viele sehr ordentliche Neckarfeste gegeben. Besser als früher ist in diesem Jahr aber mit Sicherheit das neue Format des Flyers. Das Faltblatt zeigt auf der einen Seite einen Plan mit den Standorten und dem kulinarischen Angebot aller 56 teilnehmenden Vereine und vermittelt auf der anderen Seite einen Überblick übers Festprogramm. Der Flyer, stellte Kulturamtsleiter Karlheinz Geppert gestern bei einem Pressegespräch fest, passe jetzt tatsächlich bequem in die Hosentasche.

Weil der Flyer schon vor gut sechs Wochen in Druck ging, steht mit dem Teufele-Rennen auch eine Sache drauf, die es beim diesjährigen 40. Neckarfest gar nicht gibt: „Wir haben keinen Verein gefunden, der das Teufele-Rennen organisieren wollte“, so Geppert. In den vergangenen vier Jahren hatten erst der Förderverein Hohenberghalle und dann der Förderverein Stadtbibliothek das Rennen zwischen 2000 bis 3000 roten Gummienten in die Hand genommen und den Erlös für ihre Vereinszwecke verwendet.

Vierfacher Fassanstich mit Zapfwettbewerb

Mehr als sonst ist dieses Jahr bei der offiziellen Festeröffnung am Samstag um 14 Uhr beim Haus am Nepomuk geboten. War der Fassanstich bisher eine Sache für den Oberbürgermeister und ein oder zwei Assistenten oder Assistentinnen, sollen nun vier bis zu fünfköpfige Rathaus-/Stadtteil-Teams antreten. Anzustechen sind gleich vier Bierfässer: eins von der Baisinger Biermanufaktur, eins von der Kronenbrauerei Schimpf, eins mit Ergenzinger Ochsenbräu und eins mit Doc‘s Bier von Andreas Weber aus Schwalldorf. Sieger ist das Team, das zuerst sechs Gläser gefüllt hat.

Beim Boots-Rennen werden die Hüte bewertet

Um ein spielerisches Element wird auch das Kanadier-Bootsrennen der Beruflichen Schule am Samstag um 15 Uhr erweitert: Die Prominenz in den Booten (Bürgermeister, Ortsvorsteher, Gemeinderäte und Vertreter der Partnerstädte Saint-Claude, Gols und Lion-sur-mer) soll möglichst phantasievolle Kopfbedeckungen tragen. Die drei originellsten Kreationen werden prämiert.

Feuerwerk gibt‘s nur am Samstagabend

Weniger als sonst bietet das diesjährige Neckarfest in pyrotechnischer Hinsicht: Das beliebte Feuerwerk wird nur am Samstag um 22.30 Uhr gezündet, am Sonntagabend bleibt der Himmel dunkel. Das hängt damit zusammen, dass das offizielle Festende am Sonntag bereits auf 21 Uhr vorverlegt wurde. Das sei auf Wunsch vieler Vereine geschehen, die gerne früher als bisher abbauen würden, so Geppert, „das ist eine Entwicklung, die wir schon seit etlichen Jahren diskutiert haben.“ Wer wolle, dürfe aber gern bis 23.30 Uhr weitermachen. Bei den Großbühnen im Schänzle und auf dem Eugen-Bolz-Platz sei auch am späten Sonntagabend noch was los.

In der Gartenstraße, der Schuh-, der Eberhard- und der Mechthild-straße ist auch dieses Jahr an beiden Neckarfest-Tagen wieder ein ausgedehnter Antiquitäten-, Trödel- und Kunsthandwerkermarkt. Kinderflohmarkt ist wie immer im Stadtgraben, und im Unteren Stadtgraben sind Spielaktionen mit dem Mokka-Spielmobil sowie Aufführungen des Theaters Hammerschmiede angesetzt.

Der TV Rottenburg veranstaltet im Schänzle an beiden Neckarfest-Tagen wieder ein Beachvolleyballturnier. Neu ist hingegen die „Mission Neckarfest“ am Sonntag, bei der 16 Vereine an ihren Ständen zu sportlichen und anderen Aktivitäten einladen. Wer mindestens zehn Stationen absolviert hat, nimmt an einer Verlosung teil.

Am Sonntag zwischen 13.30 und 15.30 Uhr werden außerdem die 75 Teilnehmer der Old-Youngtimer-Rallye SchwobaCup in Rottenburg erwartet. Dietmar Schneider wird auf der Kepplerbrücke einige der zwischen 1930 und 1995 gebauten Automobile vorstellen.

Am letzten Juni-Wochenende ist das 40. Rottenburger Neckarfest
Auf der Show-Insel bei der Josef-Eberle-Brücke tummeln sich während des gesamten Neckarfests wieder Chöre, Tänzer und Musikgruppen. Auch beim Brückenfest am Freitag, 26. Juni, wird die schwimmende Bühne bereits ausführlich bespielt. Archivbild: Sommer

Seit 2010 ist das Brückenfest rund um die Josef-Eberle-Brücke am Freitagabend vorm Neckarfest eine feste Größe. Das Programm auf der Show-Insel auf dem Neckar beginnt um 18 Uhr, danach gibt es bis Mitternacht Tanz, Gesang und Musik. Um 19 Uhr beginnt am Freitag, 26. Juni, das Konzert zum Neckarfest im Dom. Es singen und spielen die Mädchenkantorei, die Rottenburger Domsingknaben und der Perkussionist Murat Coskun.

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12.06.2015, 12:00 Uhr

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