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Amazon: Testgeschäft ohne Kasse
Hat große Pläne: Amazon-Gründer Jeff Bezos. Foto: afp
Strategie

Amazon: Testgeschäft ohne Kasse

Der weltgrößte Online-Händler verkauft stationär Lebensmittel, die Bezahlung läuft aber digital.

07.12.2016
  • DPA

Seattle. Der US-amerikanische Online-Shopping-Riese Amazon mischt nun auch den klassischen Einzelhandel auf: Am Montag eröffnete der weltgrößte Internethändler in Seattle ein Lebensmittelgeschäft. Das Besondere: Der Einkauf soll dort ohne Kassen und Warteschlangen funktionieren. Sensoren in den Läden ermöglichen es Kunden, die gewünschten Produkte auszusuchen und per App über ihre Amazon-Konten abzurechnen, berichtet das Unternehmen. Dafür müsse nur das Smartphone am Eingang gescannt werden. Beim Verlassen des Geschäfts werde der Einkauf über einen virtuellen Warenkorb abgebucht.

Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Testphase. Es gibt bislang nur den einen Konzeptladen in Seattle, in dem vorerst auch nur Amazon-Mitarbeiter einkaufen können. Anfang 2017 soll das Geschäft, in dem Lebensmittel und Fertiggerichte angeboten werden, für die breite Kundschaft öffnen.

Lebensmittel- und Buchläden

Amazon bietet in den USA und London bereits den Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh an. Dabei handelt es sich um eine für 15 Dollar (13,93 EUR) pro Monat erhältliche Zusatzoption für Abonnenten des jährlich 99 Dollar (91,99 EUR) kostenden Prime-Service. Zudem hat Amazon in den USA auch schon einige Buchläden eröffnet. In Deutschland will Amazon nun auch ins Geschäft mit den Einkäufen von Unternehmen aufmischen und startet den Dienst „Amazon Business“. Der Konzern will mit einem Rundum-Angebot von mehr als 100 Mio. Produkten auf einer Plattform punkten. Büros, Handwerker oder Restaurants sollen genauso ihren Bedarf decken wie Universitäten oder Labors.

Viele gewerbliche Kunden hätten schon bisher bei Amazon bestellt. Jetzt kämen auf sie zugeschnittene Funktionen hinzu. Dazu gehören der Kauf auf Rechnung, die Anzeige von Netto-Preisen sowie Firmen-Konten mit mehreren Nutzern. Auch eingesetzte Einkaufs-Software wird unterstützt. dpa

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07.12.2016, 06:00 Uhr

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