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Düsseldorf

Analoges Kabel-TV wird abgeschaltet

Menschen in Hunderttausenden Haushalten werden technisch nachrüsten müssen, wenn sie fernsehen wollen: Die analoge Zeit geht zu Ende.

05.04.2016
  • DPA

Düsseldorf. Das analoge Fernsehen verschwindet Mitte kommenden Jahres in mehreren Bundesländern aus dem Kabelnetz. Das hat der führende deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia gemeinsam mit mehreren Landesmedienanstalten in Düsseldorf angekündigt. Etwa 15 Prozent der Kabel-Kunden nutzen noch die analogen Signale, 85 Prozent sind bereits digital.

Allein in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Landesmedienanstalt NRW rund 400 000 Haushalte betroffen, die derzeit noch analog empfangen. Sie müssen sich entweder neue Fernseher oder einen Digitalreceiver zulegen.

Die Abschaltung am 30. Juni 2017 gilt für insgesamt 12,8 Mio. Haushalte mit Kabelanschluss in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. "Das Ende für Analog TV rückt näher", sagte Unitymedia-Chef Lutz Schüler. Die freiwerdenden Kapazitäten sollen für zusätzliche Digitalprogramme genutzt werden.

Mit der Abschaltung werde sich die Vielfalt der hochauflösenden HD-Programme erhöhen, sagte Thomas Langheinrich, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) Baden-Württemberg. Es sei der erste konkrete Abschalttermin im Kabel, ergänzte ein Sprecher der Landesmedienanstalt NRW. Wie sich die anderen Kabelnetzbetreiber nun verhalten, sei noch unklar.

Die Landesmedienanstalten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg unterstützen die Digitalisierung. Die analoge Ausstrahlung via Antenne und Satellit war bereits vor Jahren beendet worden. "Für uns bleibt wichtig, dass die Zuschauer ein faires Angebot zum Umstieg bekommen", sagte Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen. Den analogen Kabelkunden würden außer der notwendigen technischen Umrüstung keine Zusatzkosten entstehen, versicherte Unitymedia. Das Unternehmen starte für seine Kunden eine umfassende Informationskampagne zur Digitalisierung. Als Pilotstadt soll das hessische Hanau fungieren.

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05.04.2016, 06:00 Uhr

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