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Mit Travertin und ohne Überstand

Anbau fürs Rathaus soll sich nobel zurückhalten

Auf 2,2 Millionen Euro schätzen die Architekten den geplanten Rathausanbau in Kirchentellinsfurt. Der niedriger gewordene Bau rutscht etwas weg vom gegenüberliegenden Gebäude am Rathausplatz.

16.10.2010
  • Mario Beisswenger

Kirchentellinsfurt. Möglichst zurückhaltend soll der geplante Anbau an das alte Rathaus von Kirchentellinsfurt aussehen. „Wir wollten nicht gegen die bestehende Bebauung anstinken“, sagte Architekt Gerhard Loew. Am Donnerstag stellte er zusammen mit den Fach-Ingenieuren die Pläne dem Technischen Ausschuss vor. Damit ist die so genannte Entwurfsplanung abgeschlossen. Nur dafür hat der Gemeinderat bisher Geld freigegeben. Auf der Ratssitzung im November soll er entscheiden, ob die Architekten bis zum fertigen Baugesuch weiterplanen können.

Am Donnerstag äußerten die Räte ihr Geschmacksurteil zu dem leicht überarbeiteten Entwurf mit einem 60 Zentimeter niedrigeren First und fragten nach den technischen Lösungen von Dachrinne über Heizung bis zur Lage von Klos und Stromanschlüssen, die für Straßenfeste zu nutzen wären.

Einen Meinungsaustausch gab es zur Lage des Anbaus. Im Unterschied zu den ersten Entwürfen rückt er 60 Zentimeter vom gegenüberliegenden Drogeriemarkt weg. Er steht damit genau auf den Mauern des alten Bauernhauses, das abgerissen wurde. So könnte der Autoverkehr in Zukunft auch über den Martinshof laufen. Der Rathausplatz bliebe dann für Autos gesperrt. Die Entscheidung darüber blieb noch offen. Karl Eißler (FWV) warf ein, dass die Ladeninhaber am Rathausplatz diesen Vorschlag ablehnen würden.

Weil auf dem Grundstück des Anbaus ein Brunnen ist, mit, so Ortsbaumeister Martin Lack, gut erhaltenem Schacht, kann das Wasser mittels Wärmepumpe zum Heizen angezapft werden. Dieser Vorschlag fand Zustimmung, es muss allerdings noch geklärt werden, ob die Wasserschüttung reicht. Selbst wenn: Für den Winter bräuchte es eine zusätzliche Gasheizung. Dafür lässt sich das Brunnenwasser im Sommer auch zur Kühlung nutzen.

Die Heizungskosten und die Lüftungsanlage für den Bürgersaal erklären einen großen Teil des Kostensprungs von 100 000 Euro bei den technischen Anlagen im Vergleich zu den Kalkulationen vom Jahresanfang. Nach den jetzigen Berechnungen soll der Anbau einschließlich der notwendigen Anpassungen am alten Rathaus 2,2 Millionen Euro kosten. Mit immerhin rund 100 000 Euro schlägt sich die Verkleidung mit Natursteinen nieder. Gedacht ist an den regionalen Gauinger Travertin.

Wenn der Gemeinderat im November die Baugenehmigung erteilt, könnte er noch von einer zum Jahresende auslaufenden Mehrwertsteuer-Regelung profitieren. Die erlaubt, zunächst einen Teil der Mehrwertsteuer bei den Baukosten zu sparen, was rund 20 000 Euro ausmacht. Carmen Steffan (RAT) gingen diese Kalkulation zum jetzigen Zeitpunkt zu weit. Sie will mit der weiteren Planung warten, bis klar ist, ob 2011 Zuschüsse aus dem Landessanierungsprogramm fließen. „Ich finde es verantwortungslos, jetzt schon wieder Geld auszugeben.“

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16.10.2010, 12:00 Uhr

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