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OB-Wahlkampf in Tübingen

Andere Tugenden

Letzte Leserbrief-Stimmen zur Oberbürgermeisterwahl in Tübingen am kommenden Sonntag, 19. Oktober.

17.10.2014

Die Grünen haben die Verantwortungsethik nicht erfunden und schon gar nicht als alleinige Partei in der Tübinger Kommunalpolitik gepachtet. Der amtierende Oberbürgermeister hätte in politischer Verantwortung vernünftige Verkehrsstrukturen für alle (!) Tübinger schaffen müssen. Das ist in vielen Fällen unterblieben und wird gerade von der öffentlichen Diskussion über Stadtbahn und Schotterparkplatz überlagert.

Weniger spektakulär – aber täglich erfahrbar – hat sich auch in Tübingen die Haltung „freie Fahrt für rücksichtslose Radfahrer“ durchgesetzt – nicht immer, aber immer öfter. Das bescherte der Stadt einen ganz besonderen „Klimawandel“, nämlich den der Einschränkung der Rechte des Schwächeren (Fußgängers). Um diese unheilvolle Entwicklung dauerhaft aus der Welt zu schaffen, reicht es nicht aus, seinen Kopf in die Weltrettungswolke zu stecken. Es reicht auch nicht, mit einem ministerpräsidentlichen Steigbügel hurtig aufs hehre Ross der Verantwortungsethik zu klettern. In der Politik wären außer Verantwortung auch noch andere Tugenden vonnöten. Die hat man frühzeitig erlernt – oder eben nicht.

Luise Rudnick, Tübingen

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17.10.2014, 12:00 Uhr

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