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Kanzlerkandidatur

Angela Merkel strebt vierte Amtszeit an

Die CDU-Vorsitzende hat sich entschieden. Sie wird die Union erneut in den Wahlkampf führen. Das setzt jetzt die SPD unter Zugzwang.

21.11.2016

Von DPA

„Ich will meinem Land dienen“, Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich zur Kanzlerkandidatur. Foto: getty images

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat offiziell ihre Bereitschaft angekündigt, erneut für den CDU-Vorsitz und auch für die Kanzlerkandidatur 2017 anzutreten. Die Menschen hätten in diesen Zeiten wenig Verständnis, „wenn ich jetzt nicht noch einmal meine ganze Erfahrung und das, was mir an Gaben und Talenten gegeben ist, in die Waagschale werfen würde, um meinen Dienst für Deutschland zu tun“, sagte sie am Sonntagabend in Berlin. Sie habe lange über ihre politische Zukunft nachgedacht. „Die Entscheidung für eine vierte Kandidatur ist nach elf Amtsjahren alles andere als trivial. Weder für das Land, noch für die Partei noch – ich sage es ganz bewusst in dieser Reihenfolge – für mich persönlich.“

Angesichts der Krisen in Europa und der Welt sowie des wachsenden Populismus werde die Wahl wohl so schwierig wie keine zuvor seit der Wiedervereinigung. „Wir werden es mit Anfechtungen von allen Seiten zu tun haben.“

Die Erwartungen, die besonders nach den Wahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika an sie formuliert wurden, ehre sie zwar. Doch sie empfinde diese auch „sehr stark als grotesk und geradezu absurd“. „Kein Mensch alleine, auch nicht mit größter Erfahrung, kann die Dinge in Deutschland, Europa, in der Welt mehr oder weniger zum Guten wenden, und schon gar nicht eine Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.“

CDU-Spitzenpolitiker äußerten sich durchweg erleichtert über die Ankündigung Merkels. Trotz unüberbrückbarer Differenzen stellte sich auch CSU-Chef Horst Seehofer hinter Merkel. „Es ist gut, dass jetzt Klarheit herrscht und dass sie sich entschieden hat“, sagte er in München.

Mit Merkels Entscheidung könnte nun der Druck auf den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel wachsen, sich seinerseits rasch zur Kanzlerkandidatur zu erklären. dpa/afp

Seiten 2 und 3

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Erstellt:
21. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. November 2016, 06:00 Uhr

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