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Anschlag in Frankreich vereitelt
Tritt vor die Presse: Innenminister Bernard Cazeneuve. Foto: afp
Terror

Anschlag in Frankreich vereitelt

Nach Festnahmen beruhigt Innenminister Cazeneuve: Weihnachtsmarkt in Straßburg war nicht das Ziel.

22.11.2016
  • AFP

Paris. Die französischen Behörden haben mit der Festnahme von sieben Verdächtigen offenbar einen Anschlag verhindert. Innenminister Bernard Cazeneuve sagte, mit den Festnahmen im elsässischen Straßburg und im südfranzösischen Marseille sei eine „terroristische Aktion“ vereitelt worden. Angaben zu möglichen Anschlagszielen machte Cazeneuve nicht.

Die Verdächtigen sind demnach zwischen 29 und 37 Jahre alt. Die französischen, marokkanischen und afghanischen Staatsbürger wurden am Wochenende bei einer großangelegten Polizeiaktion festgenommen. „Sechs waren den Geheimdiensten unbekannt“, sagte der Innenminister. „Ein marokkanischer Staatsbürger, der nicht in Frankreich wohnhaft ist, wurde von einem Partnerland gemeldet.“

Die Ermittlungen in dem Fall liefen laut Cazeneuve bereits seit „mehr als acht Monaten“. Bereits wenige Tage nach Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich Mitte Juni seien fünf Verdächtige „dieses Netzwerks“ festgenommen worden. Der nun vereitelte Anschlag in Frankreich sei „seit langer Zeit“ geplant worden, sagte der Innenminister. Die Ermittlungen müssten zeigen, ob die Verdächtigen „eine koordinierte Attacke mit mehreren gleichzeitigen Angriffen an mehreren Orten“ des Landes geplant hätten.

Die Festnahmen erfolgten wenige Tage vor Eröffnung des Straßburger Weihnachtsmarkts am kommenden Freitag. Er zieht Jahr für Jahr rund zwei Millionen Besucher an und gilt als mögliches Anschlagsziel. Bürgermeister Roland Ries sagte, Cazeneuve habe ihm versichert, dass Straßburg kein Anschlagsziel gewesen sei. „Das Ziel war wohl eher in der Region Paris.“

Frankreich wurde seit Anfang 2015 von einer Reihe islamistischer Anschläge getroffen. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurden in diesem Jahr fast 20 Anschläge in Frankreich vereitelt. Seit dem Anschlag vom 13. November 2015 gilt der Ausnahmezustand. Die Regierung will die Sonderbefugnisse für die Sicherheitsbehörden bis zur Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr verlängern. afp

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22.11.2016, 06:00 Uhr

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