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Berlin/Stuttgart

Anwalt: Kiesewetters Kollege führt normales Leben

Zehn Jahre nach dem NSU-Anschlag von Heilbronn führt der damals schwer verletzte Kollege der ermordeten Streifenpolizistin Michèle Kiesewetter wieder ein normales Leben.

24.04.2017
  • dpa/lsw

Berlin/Stuttgart. Martin A. gehe es wieder «ziemlich gut», sagte dessen Anwalt Walter Martinek dem Magazin «Focus». Martin A. war am 25. April 2007 aus nächster Nähe in den Kopf geschossen worden. Die Bundesanwaltschaft rechnet die Tat den NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zu.

Martinek sagte, der 34-Jährige sei fast wieder voll auf der Höhe und nicht mehr in dauerhafter psychologischer Behandlung. «Er hat seine alte Lebensfreude wiedergefunden.» Sein Mandant habe den Anschlag von Heilbronn abgeschlossen. Die juristische Aufarbeitung verfolge der im Innendienst eingesetzte Polizist ohne Hass- oder Rachegefühle gegenüber dem NSU-Mitglied Beate Zschäpe. Zschäpe muss sich vor dem Oberlandesgericht München wegen Mittäterschaft an den NSU-Verbrechen verantworten. Nach ihrer Darstellung ging es Mundlos und Böhnhardt nur darum, die Dienstwaffen der Polizisten zu erbeuten.

Das bezweifelt Martinek: «Die Täter verfügten über ein ganzes Arsenal tauglicher Schusswaffen. Warum sollten sie also das Risiko eines Polizistenmordes eingehen, nur um an zwei weitere Pistolen zu kommen?»

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24.04.2017, 15:32 Uhr | geändert: 24.04.2017, 15:22 Uhr

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