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Anything Else

Woody wie in besten Zeiten – plus einer großen Portion Alterswut.

Woody wie in besten Zeiten – plus einer großen Portion Alterswut.

ANYTHING ELSE
USA

Regie: Woody Allen
Mit: Jason Biggs,Christina Ricci,Woody Allen

- ab 0 Jahren

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24.11.2015
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Lebt denn der alte Woody Allen noch, war in letzter Zeit öfter mal zu hören. Dabei dreht der 68-Jährige fleißig wie eh und je, bloß laufen seine inzwischen nur noch mäßig erfolgreichen Filme nicht mehr wie selbstverständlich in den deutschen Kinos. Auch als Schauspieler steht der einstige Cineasten-Liebling nicht mehr hoch im Kurs: Im Trailer zu „Anything else“ kommt Woody, obwohl er eine der drei Hauptrollen spielt, gar nicht erst vor.

Die Reklame ist ganz auf die beiden Jungstars Christina Ricci („Sleepy Hollow“, „Monster“) und Jason Biggs („American Pie“) zugeschnitten. Sie spielen zwei Nachwuchstalente aus der New Yorker Kulturszene, die sich Hals über Kopf ineinander verlieben, schnell wieder auseinanderleben und am Ende ohne viel Aufhebens trennen. Mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen hat dieses völlig undramatisch aufbereitete Beziehungsstückchen so wenig zu tun wie mit einer Twenkomödie aus Hollywood. Vielmehr ist es nur ein Anlass, das bekannte Allen‘sche Themen- und Typenrepertoire rund um Großstadtneurosen und die Tücken der Sexualität einmal mehr zu variieren.

Doch erstaunlicherweise ist diese Sammlung von Sketchen, Bonmots und intellektuellen Geistesblitzen so spritzig geraten, dass man sich angenehm an die alten Meisterwerke wie „Manhattan“ oder „Annie Hall“ erinnert fühlt. Den Woody von damals gibt allerdings Jason Biggs, wobei seine etwas steife Bodenständigkeit ganz gut zum teilweise grimmigen Sarkasmus passt, den Allen diesmal unter die Komik mischt. Bei den leitmotivischen Gags zum Thema Antisemitismus, deren Stoßrichtung eigentümlich zwischen realer Angst und skurriler Paranoia schwankt, bleibt einem das Lachen manchmal wirklich im Hals stecken.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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