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Arbeitsmarkt in Frühjahrsstimmung
Erwerbslose

Arbeitsmarkt in Frühjahrsstimmung

Die Zahl der Suchenden sinkt deutlicher als sonst in einem März. Die Firmen suchen weiter Mitarbeiter.

01.04.2017
  • DPA

Nürnberg/Stuttgart. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März um 100 000 auf 2,66 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren es sogar 183 000 Erwerbslose weniger, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosigkeit ging stärker zurück als im Schnitt der vergangenen drei Jahre und erreichte den niedrigsten Wert in einem März seit 1991. Die Quote sank um 0,3 Punkte auf 6,0 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin günstig“, sagte der designierte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Mit dem Einsetzen der Frühjahrsbelebung sei die Zahl der Arbeitslosen deutlich gesunken, das Beschäftigungswachstum halte unvermindert an und auch die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern sei weiter hoch.

Die Frühjahrsbelebung hat sich auch auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg bemerkbar gemacht. Mit rund 222 500 Arbeitslosen erreichte die Arbeitslosigkeit den niedrigsten März-Wert seit 1992. Üblicherweise zieht die Nachfrage in wetterabhängigen Branchen im April und Mai an. Sowohl gegenüber dem Februar (minus 7542) als auch gegenüber dem Vorjahresmonat (minus 11 476) ist die Zahl der Arbeitslosen gesunken.

Im bundesweiten Vergleich weist Baden-Württemberg nach Bayern (3,5 Prozent) wieder die niedrigste Arbeitslosenquote auf.

„Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften ist ungebrochen“, sagte Regionaldirektionschef Christian Rauch. Alle Altersgruppen und auch Langzeitarbeitslose profitierten davon. Im Vergleich zu März 2016 verzeichnete diese Gruppe einen Rückgang von 9,9 Prozent, während die Zahl der Arbeitslosen insgesamt nur um 4,9 Prozent sank. Vom Frühjahrsaufschwung gegenüber dem Februar profitierten die Langzeitarbeitslosen allerdings weniger.

Die Arbeitgeber im Land halten dennoch nichts von dem Vorschlag des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz für ein Arbeitslosengeld, das Qualifizierung beinhalten soll. „Der Arbeitsmarkt in unserem Bundesland, aber auch in ganz Deutschland ist dank der guten Konjunktur weiterhin sehr aufnahmefähig“, sagte der Präsident des Dachverbands der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Rainer Dulger. „Forderungen, den Arbeitslosengeldbezug zu verlängern und für jeden Arbeitslosen ein pauschales Weiterbildungsangebot zu machen, ergeben deshalb keinen Sinn.“ dpa

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01.04.2017, 06:00 Uhr

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