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Arbeitspferd statt Zirkuspferd
Bleibt Daimler noch länger erhalten: Manfred Bischoff. Foto: dpa
Daimler

Arbeitspferd statt Zirkuspferd

Seit 40 Jahren arbeitet Manfred Bischoff für den Konzern. Da fällt ein Abgang schwer. Heute wird er 75.

22.04.2017
  • DPA

Stuttgart. Bei seiner voraussichtlich letzten Daimler-Hauptversammlung in vier Jahren wird Manfred Bischoff 79 Jahre alt sein – ein Alter, in dem andere sich Hobbys und Familie widmen. Nicht so Bischoff: „Mich reizen Herausforderungen und ich meine, wir haben noch einige Herausforderungen vor uns“, sagt er über seine Arbeit bei dem Autobauer. „Solange ich das Gefühl habe, ich kann dazu etwas Substantielles beitragen, fühle ich mich bei der Tätigkeit ausgesprochen wohl.“ Heute wird Bischoff 75 Jahre alt.

Der in Calw im Schwarzwald geborene, promovierte Volkswirtschaftler kam 1976 als Projektkoordinator für die Zusammenarbeit mit dem Mischkonzern Steyr-Daimler-Puch zu dem Konzern – im gleichen Jahr wie Vorstandschef Dieter Zetsche. Binnen weniger Jahre stieg er auf, wurde 1989 Finanzchef der Dasa, die später im Luftfahrt- und Raumfahrtkonzern EADS aufging. 1995 rückte er zum Chef der Dasa auf, die er mit ruhiger Hand sanierte, und wurde gleichzeitig Vorstand des Stuttgarter Autobauers. Seit 2006 ist Bischoff Aufsichtsrat bei Daimler, ein Jahr später wurde er zum Chef des Gremiums gewählt.

Selbst aus dem Arbeitnehmerlager schlägt Bischoff Wohlwollen entgegen. Als streng und väterlich wird er beschrieben, gleichzeitig menschlich und freundlich. Er führe das Gremium mit viel Gelassenheit. Sein früherer Stellvertreter Erich Klemm beschreibt ihn als „menschlich anständig, auch in Konfliktsituationen“. „Wir hatten ein ungekünsteltes Verhältnis miteinander“, sagt er.

Nur außerhalb von Daimler hat Bischoff sein Engagement schon etwas zurückgefahren – nach wie vor engagiert er sich etwa bei der American Academy und dem Deutschen Krebsforschungszentrum. „Zudem habe ich auch noch eine Familie. Meine Frau hat mir irgendwann mal gesagt: ,Du hast doch gesagt, Du gehst in Pension. Ich habe mir das etwas anders vorgestellt mit der Zeiteinteilung'“, schmunzelt Bischoff. Dem Stuttgarter Autobauer wird der Kontrolleur, der über sich selbst einmal gesagt hat, er sei „eher ein Arbeitspferd als ein Zirkuspferd“, zunächst treu bleiben. dpa

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22.04.2017, 06:00 Uhr

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