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Angeblich lukrativer Nebenjob führt zu Anzeige wegen Geldwäsche

Arbeitssuchende von Kriminellen ausgenutzt

Eine 46-Jährige war glücklich, einen neuen Job bekommen zu haben. Doch nun hat die Frau jede Menge Ärger: Sie war Betrügern aufgesessen.

12.11.2015

Kreis Tübingen. Die Kriminalpolizei warnt vor betrügerischen Job-Annoncen: Kriminelle nutzen Arbeitssuchende aus – und die stehen am Ende nicht nur ohne Lohn, sondern auch noch mit einer Anzeige da.

Diese bittere Erfahrung machte auch eine 46-jährige Frau aus einer Tübinger Kreisgemeinde. Mitte September 2015 hatte sie über eine Zeitungsanzeige einen Nebenjob gefunden. Angeblich suchte eine real existierende Luxemburger Transport- und Logistikfirma Mitarbeiter. Sie bewarb sich und erhielt einen täuschend echt aussehenden Vertrag geschickt. Die Arbeit bestand darin, Pakete von verschiedenen Unternehmen und Internet-Shops (Elektronikartikel, Fahrräder, Autoreifen und mehr) entgegenzunehmen. Dann musste sie diese an Adressen nach Osteuropa weiterverschicken.

Was sie nicht wusste: Die Waren hatten ihre kriminellen Auftraggeber im Internet mit geklauten Kreditkartendaten bestellt. Da die Shops kein Geld sahen, zeigten sie die Frau an. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung.

Die 46-Jährige gab zu, dass sie über 25 Pakete ins Ausland weitergeleitet hat. Der Wert liegt im fünfstelligen Bereich. Die 46-Jährige muss nun mit einem Verfahren wegen fahrlässiger Geldwäsche rechnen. Der Strafrahmen liegt dafür zwischen drei Monaten und fünf Jahren. Zusätzlich werden wohl die geprellten Firmen Geld von ihr wollen, denn die Waren wurden in der Regel auf ihren Namen bestellt. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft fallen Arbeitssuchende häufiger auf diese Form der Abzocke herein. job

  • Nehmen Sie grundsätzlich kein Jobangebot als Paketagent an.
  • >Erkundigen Sie sich genau, bevor Sie auf ein solches Angebot eingehen.
  • >Bestehen Sie auf ein persönliches Vieraugengespräch mit dem neuen Arbeitgeber.
  • >Übersenden Sie niemals leichtfertig Ihre Kontodaten oder Ausweiskopien nur aufgrund eines E-Mail-Kontaktes mit dem angeblichen Arbeitgeber. Seriöse Arbeitgeber stellen keine Mitarbeiter nur aufgrund eines kurzen E-Mail-Kontaktes und eines Lebenslaufes ein.

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12.11.2015, 12:00 Uhr

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