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Lebensverhältnisse

Armut droht eher in der Stadt

Das IW-Institut sieht ein starkes Gefälle zwischen urbanem und ländlichem Raum.

06.12.2016
  • KNA

Berlin. Ein Leben in der Stadt geht mit einem höheren Armutsrisiko einher als ein Leben auf dem Land. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW), die nun in Berlin vorgestellt wurde. Dafür setzten die Wissenschaftler Daten zur relativen Einkommensarmut ins Verhältnis zum Preisniveau am Wohnort und der sich daraus ergebenden Kaufkraft.

Nach amtlicher Definition gilt als einkommensarm, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Im Jahr 2014 waren das 15,4 Prozent der Bundesbürger. Aus Sicht der IW-Wissenschaftler sagt diese Angabe wenig über die tatsächlichen Lebensverhältnisse aus. Die „Kaufarmutsquote“ sei aussagekräftiger und zeige andere Probleme auf, sagte der Leiter des Bereichs Wissenschaft am IW, Hans-Peter Klös.

Der Studie zufolge schrumpft das Ost-West-Gefälle; die Kluft zwischen Land und Stadt werde indes größer. Aufgrund der höheren Lebenshaltungskosten sind laut IW gut 21 Prozent der Städter kaufkraftarm. Auf dem Land sind es rund 14 Prozent. Über das Preisniveau hinaus trage in den Städten die hohe Zahl an Menschen mit Migrationshintergrund sowie an Alleinerziehenden zum größeren Anteil armutsgefährdeter Menschen bei, so Klös. dpa

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06.12.2016, 06:00 Uhr

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