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75.000 Euro vom Staatsminister

Arsenal ist deutscher Filmverleih des Jahres

Der Tübinger Arsenal-Filmverleih ist am Donnerstag in Berlin von Kulturstaatminister Bernd Neumann mit dem deutschen Verleiherpreis 2010 ausgezeichnet worden.

01.10.2010
  • Klaus-Peter Eichele

Arsenal ist deutscher Filmverleih des Jahres
Staatsminister Bernd Neumann überreicht Stefan Paul (links) den deutschen Verleiherpreis.

Die mit 75 000 Euro versüßte Ehre wurde dem von Stefan Paul und Egon Nieser geleiteten Medienunternehmen bereits zum dritten Mal nach 2001 und 2006 zuteil. Der Preis geht jedes Jahr an drei Filmverleihe und honoriert „besondere Leistungen bei der Verbreitung künstlerisch herausragender, insbesondere deutscher und anderer europäischer Filme“. Mit Kool aus Freiburg („Nokan – Die Kunst des Ausklangs“) kam neben Arsenal diesmal noch eine zweiter Verleih aus Baden-Württemberg zum Zug.

„Das ist eine super Anerkennung für unsere schwierige Arbeit“, freut sich Firmenchef Stefan Paul. Gerade im für den Preis maßgeblichen Jahr 2009 habe der Verleih viele künstlerisch hochwertige, kommerziell aber eher problematische Filme am Start gehabt. So wollten das türkische Familiendrama „Drei Affen“ trotz einer Palme in Cannes gerade mal 10 000 Zuschauer sehen.

Ähnlich erging es einer ganzen Reihe von Dokumentarfilmen, allen voran dem Oscar-Winner „Man On Wire“ und der mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichneten Nahost-Reportage „Das Herz von Jenin“, von denen keiner an der Kinokasse groß einschlug. Zuletzt befand sich das Arsenal mit dem kleinen Arthaus-Hit „Mademoiselle Chambon“ jedoch auch wirtschaftlich wieder im Aufwind.

Beschert wurden neben dem Arsenal-Verleih in Berlin auch die meisten Kinos aus dem Kreis Tübingen. Als Belohnung für ihr Jahresfilmprogramm bekommen Volker Lamms Museum 10000, das Rottenburger Waldhorn-Kino 7500, das Arsenal 5000 und das Kino Blaue Brücke 2500 Euro.

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01.10.2010, 12:00 Uhr

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