Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Arthur & Claire

Arthur & Claire

Zwei Menschen, zwei Geschichten, doch beide wollen in Amsterdam ihrem Leben ein Ende setzen - und sich gegenseitig davon abbringen.

Arthur & Claire

Deutschland, Österreich, Niederlande 2017

Regie: Miguel Alexandre
Mit: Josef Hader, Hannah Hoekstra

93 Min. - ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
07.03.2018
  • Dorothee Hermann

Der Wiener Arthur, um die 60, ist einer dieser angeätzten Überdrüssigen, die jedem auf die Nerven gehen (und am meisten vielleicht sich selbst). Das ist eine Rolle, die ordentliche Prise Selbsthass inbegriffen, die dem österreichischen Kabarettisten Josef Hader auf den Leib geschrieben ist.

Arthur hat Krebs und will sich in Holland eine Spritze geben lassen, bevor es wirklich schmerzhaft für ihn werden könnte. Die Nacht vor der tödlichen Injektion verbringt der Lebensmüde in einem schicken Amsterdamer Hotel. Trotz der gediegenen Behaglichkeit (Ledersessel, Gemälde in Goldrahmen) bahnt sich die schlechte Welt auch dort ihren Weg in sein empfindliches Nervenkostüm. Aus einem anderen Zimmer dröhnt laute Musik. Arthur hält es nicht vor dem eben bestellten Abendessen, er eruiert die Lärmquelle und findet eine junge Frau (grandios: Hannah Hoekstra als Claire), die viel zu viele Tabletten bei sich hat.

Schließlich brechen die beiden Leidensgenossen wider Willen auf in die Nacht. Und der Zuschauer wird Zeuge, wie der dauerbeleidigte Arthur sich arg schwer tut: Sei es im Restaurant mit dem Tofu-Salat, sei es beim Joint im Coffeeshop, wo Claire ganz selbstverständlich durch die Rauchschwaden gleitet, Arthur aber Stress beim Entspannen hat. Auf diese beiläufige Weise trifft Haders gelegentlich selbstverliebtes Mackertum, das Georg Friedrich als prolliger Sidekick im Kulturfuzzi-Midlife-Crisis-Drama „Wilde Maus“ noch unterstrich, endlich auf ein starkes weibliches Gegenüber.

Das unwahrscheinliche Duo schafft es sogar, in einer tristen Ecke Amsterdams eine wunderbare Kneipe aufzutun („So stelle ich mir Wien vor“) – wie von den gemeinsamen Sehnsüchten hingezaubert. Ganz große Klasse (neben Hannah Hoekstra): der Barkeeper (Errol Trotman-Harewood). Leider fällt das Ende (Regie: Miguel Alexandre) enttäuschend stereotyp aus.

Zwei reizvoll gegensätzliche Selbstmordkandidaten schlittern nach einer Nacht in Amsterdam in ein fades Ende.

Spielplan
Mössingen , Lichtspiele
Sa,
21.04
20:15
So,
22.04
17:00
20:15
Mi,
25.04
20:15
Bad Urach , forum 22:
Do,
26.04
18:15
Fr,
27.04
18:15
Sa,
28.04
18:15

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

07.03.2018, 01:12 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Arthur & Claire





Wir bitten Sie, sachlich zu diskutieren und respektvoll miteinander umzugehen. Bitte kommentieren Sie mit Klarnamen und verzichten Sie auf externe Links. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen und Nutzer zu sperren. Genauere Regeln fürs Kommentieren finden Sie in unserer Netiquette .

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kino Suche im Bereich
nach Begriff
Anzeige