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Es gackert in der Halle

Arthur Hellstern macht Lust auf die große Lokalschau der Kleintierzüchtervereine Empfingen und Fischingen

Nur noch wenige Tage, bis in der Tälesee-Halle wieder gegackert wird und am Fließband Karotten gemümmelt werden. Die große Lokalschau des Kleintierzuchtvereins Empfingen steht an. Dieses Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit dem Fischinger Kleintierzuchtverein und einem Binokelturnier am Samstagabend. Ein echter Experte der Hühner und Häschen ist der Vorsitzende Arthur Hellstern. Im zarten Alter von acht Jahren trat er dem Verein bei. Das war vor 40 Jahren. Die SÜDWEST PRESSE hat nachgefragt, was Empfingen am Wochenende erwarten darf.

06.11.2014

SÜDWEST PRESSE: Kleintierzucht in Empfingen. Das gibt es schon eine Weile oder?

Den Verein gibt es bereits seit 1923. Ich bin seit 40 Jahren dabei. Seitdem ich denken kann, haben wir auch schon eine jährliche Lokalschau in Empfingen veranstaltet.

Kleintierzucht – klingt eigentlich nicht nach Zukunftsthema. Wie geht es dem Verein in Empfingen?

Der Verein steht auf soliden Beinen. Wir betreiben aktive Jugendarbeit und haben einige Jungzüchter, die sich an der Schau beteiligen. Insgesamt müssen wir uns keine allzu großen Sorgen um den Nachwuchs machen. Doch die aktive Jugendarbeit gestaltet sich teilweise recht schwierig. Beim Großteil sind die Eltern schon im Verein. Die haben die Kleintierzucht praktisch in die Wiege gelegt bekommen. Externe sind eher selten. Wir sind im Moment 68 aktive und passive Mitglieder, darunter sind 19 Jugendliche.

Mit welchem Pfund kann der Kleintierzuchtverein wuchern?

Unser großes Plus ist die Gemeinschaftszuchtanlage zwischen Sportplatz und Tälesee. Heute gestaltet es sich manchmal schwierig, Tiere in Neubaugebieten zu halten. Das ist auf jeden Fall ein Aushängeschild von uns, dass es die Möglichkeit gibt, seine Tiere bei uns unterzubringen.

Und was wuselt in der Gemeinschaftszuchtanlage?

Dort werden Hühner, Gänse, Kaninchen und Tauben gezüchtet. Ein weiteres Plus des Vereins sind seine Erfolge, oder? Natürlich. Zum Beispiel wurde dieses Jahr Martin Eberwein bei der Hannover Junggeflügelschau Deutscher Meister mit seinen Toulouser Gänsen, die größte Zuchtrasse unter den Gänsen. Das war natürlich ein Riesenerfolg, da freut sich der Verein mit. Das ist ein echtes Aushängeschild.

Sie sind als Vereinsvorsitzender aber auch noch gut mit dabei, oder?

Mit meinen Kaninchen wurde ich dieses Jahr Zweiter bei der Thüringer Clubschau in Wildberg. Das ist ein Zusammenschluss von Spezialzüchtern, die die gleiche Rasse züchten in der Region Württemberg-Hohenzollern.

Es kreucht und fleucht also auch noch bei Ihnen zuhause?

Ich habe im Moment etwa 60 Kaninchen. Im Sommer sind es fast 100. Meine beiden Rassen heißen Thüringer und Farbenzwerge. Die Farbenzwerge sind Zwergkaninchen. Die bringen ein Maximalgewicht von 1,3 Kilogramm auf die Waage.

Reden wir darüber, was die Besucher am Wochenende erwartet.

Wir haben eine Schau mit 300 Tieren. Darunter sind Gänse, Hühner, Tauben, Kaninchen und sogar Fasane. Bei der Schau werden auch die Vereinsmeisterschaften ausgetragen. Eine externe Jury aus vier Preisrichtern kuckt sich am Samstagnachmittag die Tiere vor Ort an. Dabei werden vier Tiere einer Rasse bewertet. Die Gesamtzahl gewinnt. Siegerehrung ist dann am Sonntag um 14 Uhr.

Was gibt es Neues dieses Jahr?

Unseren Binokelabend am Samstag. Wir richten dieses Jahr zum ersten Mal die Schau mit dem Fischinger Kleintierzuchtverein aus. Bei den Fischingern hat der Binokelabend eine lange Tradition. Das haben wir natürlich gerne mit ins Programm genommen.

Was muss man tun, um dabei zu sein?

Am Samstag vor 20 Uhr in die Tälesee-Halle kommen und einfach mitmachen.

Eine Schau mit 300 Tieren klingt nach ordentlich Stress. Wer macht sich den Aufwand eigentlich?

Koordination macht Heinz Maier aus Betra der zweite Vorstand. Grob geschätzt sind da 25 Mann eingebunden, um alles zu bewältigen. Am heutigen Abend geht es mit Käfigaufbau los, Freitagmittag werden dann die Tiere angeliefert und eingesetzt. Am Samstag wird die Dekoration gemacht, dass wir in den Startlöchern stehen, wenn die Richter kommen. Dann Samstagabend Binokel und Sonntag ab 9.30 Uhr können die Besucher kommen. Sonntagabend muss die Halle dann besenrein sein. Das gibt einen ordentlichen Gewaltakt.

Wie viele Leute kommen denn?

Wir erwarten etwa 200 Besucher.

Bei einem Eintrittspreis von 2,50 Euro wird man davon aber nicht reich.

Nein, sicherlich nicht. Von dem Geld muss man auch Richter und Halle bezahlen. Vom Aufwand her steht das in keinem Verhältnis, da muss man Idealist sein.

Das Interview führte Benjamin Breitmaier

Arthur Hellstern macht Lust auf die große Lokalschau der Kleintierzüchtervereine Empfingen und
Arthur Hellstern Archivbild: emi

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06.11.2014, 12:00 Uhr

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