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Atletico: Mit Vollgas gegen den Schmerz
Atleticos Torjäger: Antoine Griezmann. Foto: dpa
Fußball

Atletico: Mit Vollgas gegen den Schmerz

Für Atletico Madrid geht es in der Königsklasse auch darum, den Schmerz aus den unglücklich verlorenen Endspielen von 1974 und 2014 zu lindern.

27.04.2016
  • GRA

Madrid. Selbst Karl-Heinz Rummenigge kommt für einige Sekunden das selbstbewusst kultivierte "Mia san mia" abhanden, wenn er an den Gegner im Halbfinale der Königsklasse denkt. "Sehr unangenehm", so umreißt es der Boss der Bayern. "Die können einem die Freude am Fußball nehmen, einem wehtun."

Die 45 000 Zuschauer im Estadio Vicente Calderon werden in der angemessenen Lautstärke versuchen, dem Traditionsklub den entsprechenden Schwung zu geben. Tatsächlich steht Atletico unter Diego Simeone für den Fußball, der nur schwer zu greifen ist, weil der Trainer es zumindest phasenweise darauf anlegt, die außergewöhnliche Kampfkraft - aggressiv, destruktiv, standhaft - mit gepflegtem Offensivspiel zu kombinieren. Atemberaubende Tempowechsel inklusive.

Diego Godin, der Abwehrchef und einer der besten Innenverteidiger weltweit, muss im Hinspiel wohl passen, weil sein rechter Oberschenkel zwickt. Gut möglich, dass Simeone es also etwas offensiver angeht - mit den Flügelstürmern Koke und Saul Niguez sowie den Torjägern Fernando Torres und Antoine Griezmann, der Barcelona im Viertelfinale praktisch im Alleingang erledigte. Die Angreifer Atleticos sind technisch versiert, schnell und genauso bissig wie der Rest der Mannschaft. Wenn es sein muss, pressen sie auf Teufel-komm-raus.

In der spanischen Liga hat sich Atletico mit dieser Strategie etabliert. Drei Spieltage vor Saisonschluss stehen die rot und weiß Gestreiften punktgleich mit Barcelona und einem Zähler vor Real an der Spitze. Das große Verlangen überkommt die Anhänger Atleticos aber bei dem Gedanken an den Henkelpott. Vor zwei Jahren verloren sie das Finale der Champions League in letzter Sekunde gegen Real. 1974 waren es die Bayern, die ihnen wertvollsten Pokal des kontinentalen Klubfußballs entrissen. Dieser Schmerz quält sie noch heute.

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27.04.2016, 06:00 Uhr

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