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Auch 2017 wird es nichts mit dem BER
Die Rehe dürfte die Nichteröffnung des BER freuen. Foto: dpa
Flughafen

Auch 2017 wird es nichts mit dem BER

Es gibt erneut kein Wunder in Berlin: Der Start des neuen Airports wird zum sechsten Mal verschoben.

23.01.2017
  • DPA

Berlin. Neues Desaster für den Berliner Hauptstadtflughafen BER: 25 Jahre nach Beginn der Planungen wurde die Eröffnung zum wiederholten Mal verschoben. Wegen neuer technischer Probleme mit dem Brandschutz im Terminalgebäude hebt auch 2017 kein Flieger ab, teilten Flughafenchef Karsten Mühlenfeld und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller mit. Müller geht nunmehr davon aus, dass der mindestens 6,5 Mrd. EUR teure Flughafen 2018 in Betrieb geht.

Nach den Worten Mühlenfelds sollen die Konsequenzen der neuerlichen Verschiebung bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am 7. Februar beraten werden. Müller sieht die Geschäftsführung in der Pflicht, dabei Klartext zu reden. Zudem sei eine Runde mit beteiligten Firmen im Roten Rathaus geplant, mit denen die Zusammenarbeit „wieder nicht funktioniert“ habe.

Müller forderte die BER-Geschäftsführung auch auf, noch im ersten Quartal zu sagen, welchen konkreten Eröffnungstermin sie nun anpeilt. Der Aufsichtsrat wolle sich nicht länger hinhalten lassen. „Wir brauchen mal einen Termin“, so Müller. Das sei für die Planungssicherheit wichtig, etwa der Fluggesellschaften.

Ursprünglich sollte der drittgrößte deutsche Airport 2011 öffnen. Inzwischen wurde der Termin etwa ein halbes dutzend Mal vertagt. Der neue Aufschub geht auf Probleme bei 1200 Türen im BER zurück, die neu verkabelt werden müssen. Denn wenn sie im Brandfall nicht schließen, ist keine ausreichende Entrauchung möglich. Zudem gibt es möglicherweise noch Umbaubedarf an der Sprinkleranlage.

Der leere Airport verschlingt jeden Monat 17 Mio. EUR Betriebskosten, zudem fehlen eingeplante Mieteinnahmen von 13 bis 14 Millionen. Müller geht angesichts des inzwischen erreichten Baufortschritts nicht davon aus, dass sich die Eröffnung über 2018 hinaus verschiebt. „Nach allem, was jetzt vorliegt, sind wir tatsächlich in der Schlussrunde der Fertigstellung.“

Die Berliner Jungliberalen verlangen eine Namensänderung. Das „Symbol für Chaos und Planungslosigkeit“ dürfe nicht den Namen des Altkonzlers Willy Brandt tragen. dpa

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23.01.2017, 06:00 Uhr

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