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Künstler

Auf Schnitzeljagd nach Erkenntnis

Bernhard Hoecker möchte mit seinem neuen Programm dem Publikum andere Gedanken und Blickrichtungen vermitteln. Der Comedian tritt in einer Woche in Stuttgart auf.

11.09.2019

Von Diana Birk

Die Welt ist besser als viele denken, findet Bernhard Hoëcker. Diese Sichtweise möchte er auch seinen Zuschauern vermitteln. Foto: Morris Mac Matzen

Was soll das Ganze mit dem autonomen Fahren? In welche Richtung entwickelt sich eigentlich unsere Sprache? Und kann man die verschiedenen Seiten und Facetten des Lebens überhaupt „richtig“ betrachten? Fragen über Fragen, auf die es nicht wirklich konkrete Antworten gibt. Bernhard Hoëcker – Schauspieler, Comedian und Autor – nimmt sich der Beantwortung genau solcher Fragen an. Und das mit Freude und Leidenschaft. Das soll sein Auftritt in einer Woche in Stuttgart beweisen.

Hoëckers Leidenschaft kommt nicht von ungefähr. Bereits in seiner Kindheit hinterfragt der Künstler alles, ist neugierig und geht den Dingen auf den Grund. „Laut meiner Eltern war ich wohl schon immer sehr neugierig“, erzählt Hoëcker. „Ich habe viele Was-ist-was-Bücher gelesen und meinen Eltern Löcher in den Bauch gefragt.“ Bei dieser Neugierde sei es auch geblieben. „Es macht Spaß, Dinge nicht einfach nur zu hören, sondern sie auch zu hinterfragen. Auch wenn die Antwort oft ist: Ah, so hab ich es mir gedacht.“

Mit den Vorbereitungen für sein Programm begann Hoëcker etwa ein halbes Jahr vor der Premiere. Man setze sich nicht einfach hin und schreibe. Es sei ein Prozess, eine Entwicklung, die sich erst in Gedanken abspiele. „Welches große Thema bewegt mich? Über welches Detail möchte ich mich mit den Leuten unterhalten? Habe ich mich festgelegt, so werden nach und nach die Themen ausgearbeitet und ich probiere sie auf der Bühne aus“, erzählt der Comedian. „Wichtig ist dann, zu sehen: Interessiert das Thema? Gibt es genug Inhalt, Bilder und Gags?“ Diese Gedanken, Ideen und Bilder manifestieren sich dann zu einem fertigen Bühnenprogramm. Der Inhalt werde auf der Tour weiterentwickelt, ergänzt und angepasst.

Hoëckers aktuelle Show feierte im April dieses Jahres Premiere im Hoftheater Baienfurt. Ob er vor solch einem Premierenabend mit seiner langjährigen Erfahrung noch nervös sei? „Ich bin quasi nur vor Premieren nervös. Ansonsten gehe ich recht entspannt auf die Bühne“, antwortet er. Ein richtiger Umgang mit Nervosität sei hier wichtig. „Ich habe gelernt: Wenn ich nervös bin, ändert sich gar nichts. Ich bin dann einfach nur nervös. Und wer will das schon sein?“

Nicht nur in seinem Beruf, sondern auch in seiner Freizeit beschäftigt sich Hoëcker mit dem Aufdecken des Ungewissen. Sein großes Hobby: Geocaching, eine Art GPS-Schnitzeljagd. Zu finden gibt es Behälter mit Tauschgegenständen oder Logbüchern, in die sich der Jäger bei erfolgreicher Suche eintragen kann. Das Spannende am Geocaching sei für ihn das Unbekannte, sagt er. „Ich weiß nicht, was mich erwartet. Ich muss ein Rätsel lösen, ich muss einen Weg finden, ich muss irgendwie an das Ziel. Quasi Indiana Jones, nur für jemanden in einer deutschen Großstadt.“

Gut gelaunt nach Hause

In seinem aktuellen Programm mit dem Titel „Morgen war gestern alles besser“ möchte der Comedian sein Publikum auf so eine Schnitzeljagd mitnehmen. Eine Suche nach kleinen Gedankenbehältern mit Antworten, neuem Wissen und Erkenntnissen. Vor allem stehe aber der Spaß im Vordergrund. „Ich möchte, dass die Menschen gut gelaunt nach Hause gehen. Das ist das Wichtigste. Wenn sie dann noch darüber nachdenken, wie sie ihre Welt auch anders sehen können, dann ist das ein weiterer Gewinn.“

Außerdem möchte der gebürtige Neustadter sein Publikum nach der Show mit neuen Gedanken und Erkenntnissen nach Hause schicken. „Vielleicht denkt der ein oder andere auch mal darüber nach, dass die Welt gar nicht so schlimm ist, wie es ihm scheint. Wenn es ihm dadurch besser geht, dann freut es mich für jeden Einzelnen.“

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Erstellt:
11. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 06:00 Uhr

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