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Auf dem Handy droht Abzocke
Eine unbedachte Berührung kann teuer werden. Foto: dpa
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Auf dem Handy droht Abzocke

Die unbedachte Berührung eines Werbebanners kann teuer werden. Es gilt, Vorsorge zu treffen.

17.10.2016
  • DPA

Hamburg. Zwielichtige Anbieter locken Nutzer bei Smartphones in eine Falle, bei der ein kostenpflichtiges Abo aktiviert und automatisch über die Handyrechnung abgerechnet wird.

Was ist das Problem? Ursache ist das so genannte Wap-Billing-Verfahren. Dieses soll das Bezahlen beim Internetsurfen per Smartphone ermöglichen. Tippt ein Nutzer auf ein entsprechendes Element, wird dem Anbieter dessen Sim-Karten-Identifikationsnummer übermittelt.

Wie gehen die Betrüger vor? Sie arbeiten mit Angeboten für Klingeltöne, Erotikdienste, Online-Abstimmungen und Gewinnspiele oder sie platzieren Werbebanner in Gratis-Apps. Öffnet ein Nutzer entsprechenden Seiten oder klickt auf die Banner, erhält der Anbieter alle Daten, um Abbuchungen über dessen Handyrechnung auszulösen.

Kann das jederzeit passieren? Wap-Billing funktioniert laut Verbraucherschützern nur, wenn sich Nutzer mit Hilfe der Sim-Karte ihres Smartphones oder Tablets per Mobilfunknetz im Internet bewegen, etwa von unterwegs.

Was können Nutzer tun? Verbraucherschützer raten dazu, vorsorglich eine kostenlose Drittanbietersperre beim eigenen Mobilfunkbetreiber einzurichten, um automatische Fremdabbuchungen von vornherein zu unterbinden. Der Auftrag dazu kann entweder über den Kundenservice oder über das persönliche Kunden-Login im Internet erteilt werden.

Was ist dabei zu beachten? Während einige Provider Abrechnungen von Drittanbietern nur komplett blockieren, sind bei anderen Teilsperrungen möglich, die nur für bestimmte Bereiche greifen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen rät das Portal Telnet generell zu einer Komplettsperrung.

Und wenn es zu schon zu spät ist? Nutzer sollten innerhalb von acht Wochen die dubiosen Abrechnungsposten beanstanden. Die Beschwerde muss dabei an den Anbieter gerichtet werden, der die Forderung stellt. Musterbriefe mit den richtigen Formulierungen halten die Verbraucherzentralen zum Download bereit.

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17.10.2016, 06:00 Uhr

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