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Krankenkassenbeiträge

Auffällige Ausreißer

Zu Beginn des Wahljahrs 2017 wollten Gesundheitsminister Hermann Gröhe und die große Koalition Beitragserhöhungen der Krankenkassen unbedingt vermeiden. Schließlich gab es die schon bei der Pflegeversicherung, was mit der großen Reform gut zu begründen war.

03.01.2017

Von DIETER KELLER

Die Operation ist ihnen weitgehend gelungen. Dazu trug ein Stück Glück bei, etwa bei Reformen, die nicht so schnell für Ausgaben sorgten wie erwartet. Hinzu kamen 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds, die da nicht gebraucht wurden. Haarsträubend war allerdings die Begründung, dies sei für Ausgaben für Flüchtlinge und elektronische Gesundheitskarte.

Nur an einer Stelle hat das Konstanthalten der Beiträge nicht geklappt: bei den Betriebskrankenkassen (BKK): Immerhin 14 im Land, jede vierte aller Kassen, mussten ihren Satz erhöhen. Auffällig ist, dass dazu sowohl die günstigste als auch die teuerste Kasse in Baden- Württemberg gehören. Ein Unterschied von 1,5 Prozentpunkten ist nicht nur durch die Verwaltungskosten zu erklären. Eine Rolle spielt auch, ob die Versicherten in Großstädten oder auf dem Land wohnen und ob es unter ihnen Patienten mit besonders teuren Erkrankungen gibt. Da die BKKen häufig recht klein sind, können sie nicht intern für Ausgleich sorgen wie die großen Kassen. Daher ist der Druck zu Fusionen groß, um Schieflagen zu vermeiden.

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Erstellt:
3. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Januar 2017, 06:00 Uhr

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