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Früh geschockt, zu spät aufgewacht

Aufholjagd der Walter Tigers in Bayreuth bleibt unvollendet

Nicht wenige hatten den Walter Tigers Tübingen zwei Siege zum Saisonstart zugetraut. Stattdessen verlor das Team von Igor Perovic am Samstag beim 75:83 (27:53) in Bayreuth auch die zweite Partie.

08.10.2012
  • hansjörg lösel

Bayreuth. Vor 2800 Zuschauern in der Unterfranken-Halle lief am Samstag zu Beginn aus Tübinger Sicht alles schief: Mehr noch als die schnelle Bayreuther Führung traf die Tigers das Verletzungs-Aus von Vaughn Duggins (siehe nebenstehenden „Dunking“). „Wenn du so einen Top-Spieler verlierst, wird es immer schwierig“, sagte Trainer Igor Perovic, „in der ersten Hälfte waren wir ganz schwach, aber in der zweiten Hälfte waren wir wirklich stark, da haben die Spieler Charakter gezeigt.“

Als Duggins nach etwas mehr als neun Minuten verletzt vom Parkett musste, brachen alle Dämme: Bayreuth zog vom 21:12 bis auf 53:27 zur großen Pause davon. Jetzt erst stemmten sich die Tiger gegen das drohende Debakel und holten Punkt um Punkt auf. Bestnoten verdienten sich dabei Reggie Redding und Tyrone Nash – der Topscorer der Partie räumte besonders bei den Kampf um die Rebounds ab.

Mit einem 11:0-Zwischenspurt tastete sich Tübingen beim 55:38 wieder zurück in die Partie. Bayreuth schwächelte jetzt, und Nash riss sein Team mit: Als der Amerikaner kurz vor der Viertelpause per Fastbreak zum 63:52 traf, waren die Tübinger wieder bei der Musik. In der 35. Minute verkürzte Johannes Lischka gar auf 67:65, vergab aber den Bonusfreiwurf. Als kurz darauf Spoden einen Dreier vergab und Kenny Frease einen Offensiv-Rebound nicht verwerten konnte, war die Ausgleichs-Chance wieder dahin: Bayreuth kam durch die Routiniers Jason Cain und Brian Bailey zum 78:71 und brachte diesen Vorsprung ins Ziel. BBC-Trainer Mark van den Berg war nochmal mit dem Schrecken davon gekommen, doch auch ihm nötigte die Tigers-Aufholjagd Respekt ab: „Tübingen hat ein gutes Team, das nicht aufgibt.“

Dass die Aufholjagd letztlich nicht vom Erfolg gekrönt war, liegt an der schwachen Dreier-Quote der Tübinger: Nur vier von 15 Versuchen fanden das Ziel, Bayreuth (9 von 19) war da wesentlich effektiver. Einen Sahnetag erwischt hatte ausgerechnet BBC-Eigengewächs Peter Zeis, der vier Dreier verwandelte und mit 12 Punkten eine Karriere-Bestmarke ablieferte. Unspektakulär dagegen der Auftritt des Ex-Tübingers Nicolai Simon.

Die schwache Vorstellung in der ersten Hälfte sieht Perovic als Folge der Auftakt-Niederlage gegen Trier, die offenbar doch Spuren im Nervenkostüm seiner jungen Spieler hinterlassen habe. „Wir hätten ein paar Tage Vorbereitung mehr gebraucht“, sagte der Trainer. Bis zum nächsten Spiel bleibt nun mehr Zeit – doch am Samstag wartet schon der nächste happige Brocken auf die Tigers: Tübingen muss nach Oldenburg.

Aufholjagd der Walter Tigers in Bayreuth bleibt unvollendet
Lange Gesichter, leere Hände: Douglas Davis, Reggie Redding, Vaughn Duggins und Tyrone Nash (von links).Archivbild: Ulmer

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08.10.2012, 12:00 Uhr

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