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Wolfsburg/Düsseldorf

Aufsichtsrat Weil stützt VW-Chef Müller

VW-Chef Matthias Müller strebt im Zuge der Aufarbeitung des Abgas-Skandals einen umfassenden Umbau des Wolfsburger Konzerns an.

07.11.2015
  • AFP/DPA

Wolfsburg/Düsseldorf Im Zuge der Abgasaffäre plant der Autokonzern Volkswagen eine umfassende Umstrukturierung. Bis Anfang kommenden Jahres solle die Zentrale stärker von den Töchtern getrennt und verschlankt werden, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise. Gespart werden soll demnach etwa im Ressort von Chefdesigner Walter de Silva, das jährlich rund 100 Mio. EUR verschlinge. Abstriche werde es auch im Marketing geben.

Die von VW-Chef Matthias Müller bereits angekündigte "Strategie 2025" soll Mitte kommenden Jahres vorliegen. Geplant sei eine Neuordnung der Pkw-Welt von Volkswagen. "Die Frage ist doch, was machen wir mit welcher Marke in welcher Region", sagte ein Manager dem Handelsblatt mit Blick auf die verschiedenen Marken Skoda, Audi, Seat und VW, die sich gegenseitig Konkurrenz machen.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh äußerte unterdessen scharfe Kritik an den Plänen von Müller. "Der Betriebsrat wird bewusst außen vor gelassen. Der Vorstand verkündet Sparmaßnahmen einseitig und ohne Grundlage an", sagte Osterloh. Mit Angriffen auf die Mitbestimmungsrechte würden der soziale Frieden und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gefährdet. Zugleich schloss Osterloh einen Wechsel als Personalchef in den Vorstand aus.

Die frisierten Angaben bei Spritverbrauch und CO2-Ausstoß Hunderttausender Wagen des VW-Konzerns haben ihren Ursprung in manipulierten Testabläufen. Die Falschangaben seien entweder über Manipulationen im Messvorgang auf dem Prüfstand selber oder über manipulierte Testwagen zustande gekommen. Damit korrigierte ein Konzernsprecher frühere Angaben, wonach lediglich auf dem Papier zu niedrige CO2-Werte angegeben worden seien.

In Baden-Württemberg sind etwa 350 000 Fahrzeuge vom VW-Abgas-Skandal betroffen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Nürtinger Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel (Grüne) hervor.

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07.11.2015, 12:00 Uhr

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